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Grotte erstrahlt wieder

Dank Eigenleistung Grotte erstrahlt wieder

Gläubige haben es dank eines sanierten Weges nun leichter, zur Mariengrotte am Ortseingang von Momberg zu kommen.

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Walter Drescher (Vierter von links) zeigt Reinhard Lotter, Horst Lecher, Heribert Kaufmann, Willi Groß und Karl Otto Schmitt (von links) Fotos vom Bau der Grotte. Foto: Alfons Wieber

Momberg. Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde Momberg haben die Mariengrotte und ihre Umgebung einer gründlichen Auffrischung unterzogen. Möglich wurde dies durch eine 300-Euro-Spende des Momberger Gesangvereins. Sie resultierte aus dem Überschuss des letztjährigen Weihnachtskonzertes. Weitere 300 Euro steuerten die Momberger Jagdgenossen dazu.

Bereits im Mai hatten Jörg Schreiner, Jürgen Drescher, Reinhard Lotter, Kunibert Schmitt, Horst Lecher, Willi Groß, Werner Lotter, Heribert Kaufmann, Steffen Weber, Karl Otto Schmitt und Heinz Huber unter der Leitung von Walter Drescher mit den Arbeiten begonnen. „Es hat mir keiner von denen, die ich um Mithilfe gebeten habe, abgesagt. Wer Zeit hatte war vor Ort und half mit“, freute sich Walter Drescher.

Die Grotte verfügt nun über einen besseren Zuweg. Mit Hilfe eines örtlichen Baggerbetriebs wurde der auf das Gelände der Grotte führende Weg planiert und mit einem fugenoffenen umweltfreundlichen Pflasterbelag versehen. Darüber hinaus bauten die Helfer ein neues Geländer aus feuchtigkeitsresistenten Eichenholzpfosten. „Neben der besseren Erreichbarkeit durch die Gläubigen bei den Gottesdiensten und Prozessionen können nun auch größere Pflegefahrzeuge die Grotte problemlos erreichen“, berichtete Horst Lecher, der mit seinem Traktor im Herbst immer die Abfuhr des Laubs übernimmt. Auch die Statue der Bernadette Soubirous, die anbetend vor der Gottesmutter kniet, wurde mit einem neuen weißen wasserfesten Schutzanstrich versehen. Darüber hinaus hat Heinz Huber alle Steine der Blumenumrandungen neu gesetzt.

Bauwerk entspricht der Grotte in Lourdes

Am 6. November 1949 war der aus Kalksteinbrocken bestehende Dom als Verehrungsstätte für die heilige Maria durch den damaligen Pfarrkuratus Adolf Schuchert eingeweiht worden. Das Bauwerk entspricht optisch der Grotte des bekannten französischen Marienwallfahrtsortes Lourdes am Fuß der Pyrenäen. Pfarrkuratus Schuchert persönlich hatte die Pläne entwickelt und aus Tonkügelchen ein Modell der Grotte vorbereitet. Die politische Gemeinde und viele Momberger Dorfbewohner hatten sich damals an der Vorbereitung des Geländes, mit Materialspenden, mit Hand- und Spanndiensten oder auch finanziell am Bau beteiligt. 60 Momberger Maurer hatten sie gebaut. Sie hatten sich bereit erklärt jeweils einen Tag unentgeltlich zu arbeiten.

In einem rund sechs Meter hohen Felsen thront überlebensgroß als zentrale Figur die Statue der Mutter Gottes, die von einem Fuldaer Bildhauer angefertigt worden war. Sie hatte damals 1400 Mark gekostet. Links vor ihr kniet Bernadette. Bereits 2006 bekam die Grotte eine erste Grundsanierung. Bis heute wird die ständige Pflege der Anlage von den Anwohnern der Neustädter Straße, Tränkebacher Weg und Am Sportplatz, insbesondere von Walter Drescher, Jörg Schreiner, Wilma Drescher und Doris Stock übernommen.

von Alfons Wieber

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