Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Großprojekte warten auf Ortsbeirat
Landkreis Ostkreis Großprojekte warten auf Ortsbeirat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:53 05.04.2017
Blick vom Grill auf die Schutzhütte und das Toilettengebäude. Der im Wald gelegene Emsdorfer Grillplatz soll wieder hergerichtet werden. Außerdem soll ein Parkplatz das bisher leidige Parkproblem lösen. Fotos: Matthias Mayer
Emsdorf

Entsprechend großen Gesprächsbedarf hatten die Mitglieder während der jüngsten Sitzung, stecken sie doch mitten in einem Großprojekt; und ein Weiteres haben sie vor Augen. Ortsvorsteher Winfried Fritsch bezeichnete den ehemaligen Feuerlöschteich an der Willersdorfer Straße als „unser Lieblingsthema“, befasst sich doch der Ortsbeirat doch seit Jahren mit dem Betonbecken, das sich mangels Pflege von einem Löschwasser-Reservoir in ein überwuchertes Biotop verwandelt hatte (diese Zeitung berichtete.

Im Herbst vergangenen Jahres wurde der Löschteich in Eigenleistung verfüllt. Außerdem entstand auf dem Areal ein Parkplatz mit fünf Stellplätzen, die auch von den Besuchern des benachbarten Schützenhauses genutzt werden. Der Rest der Fläche soll parkartig gestaltet werden, wie der Emsdorfer Stadtverordnete Hartmut Pfeiffer berichtete. Wie diese „Parkartigkeit“ aussehen soll, hat das Gremium noch nicht festgelegt.

Hartmut Pfeiffer bedauerte, dass sich der Ursprungsgedanke, einen Bauerngarten einzurichten, nicht habe realisieren lassen. „Die Sensibilisierung für das Kulturgut Bauerngarten ist leider verloren gegangen; das Wissen um einen Bauerngarten droht, verloren zu gehen“, sagte Hartmut Pfeiffer und erinnerte daran, welchen großen Eindruck vor Jahren die Emsdorfer Bauerngärten auf die Jury des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ gemacht haben.

Das Vorhaben Bauerngarten scheiterte, weil sich vorerst niemand fand, einen solchen auf der Fläche zu kultivieren und zu pflegen. Deshalb brachte Winfried Fritsch den Gestaltungsentwurf einer Emsdorferin mit, die den Park-Gedanken aufgegriffen hat und eine Aufteilung der Fläche in vier gleiche Teile vorschlägt. Ob dieser Entwurf umgesetzt wird, blieb offen.

Arbeitseinsatz für eine Zwischenlösung

Manfred Mohr warnte vor einer weiteren Vertagung. Es bestehe Handlungsdruck. Der auf dem Gelände abgeladene Mutterboden drohe, weggeschwemmt zu werden. Hartmut Pfeiffer unterstütze das Ortsbeiratsmitglied und schlug vor, das Gelände mit einer Hecke zu umgrenzen. „Dann haben wir schon mal den Rahmen. Dann können wir den Rasen aussäen, den man später wieder umbrechen kann“, warb Hartmut Pfeiffer für eine Zwischenlösung.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Michael Hahn begrüßte den Vorschlag. Es sei vernünftig, vorerst auf den geplanten Wegebau zu verzichten. Die Arbeit bleibe ohnehin am Ortsbeirat hängen. Statt einer Rasen-Aussaat sei auch das Anlegen einer blühenden Wiese mit der „Kirchhain-blüht-Mischung“ denkbar. Winfried Fritsch kündigte an, dass er sich bei Maike Bonsa von der Stadtverwaltung nach der „Kirchhain-blüht-Mischung“ und nach einer geeignete Hecke erkundigen werde. Zwei Wochen nach Ostern soll es einen Arbeitseinsatz geben, legte der Ortsbeirat fest.

Das zweite Großprojekt ist die Grillhütte, die derzeit nicht genutzt werden kann. Die Dächer sind vermoost, eine Plexiglasscheibe zerbrochen und die Holzauflagen auf den Sitzbänken sind verschwunden. Wie Winfried Fritsch erklärte, hat der inzwischen in Auflösung befindliche Reservisten-Verein die Anlage gebaut. Der Verschönerungsverein werde die Anlage übernehmen und wieder instand setzen. Mit Billigung des Forstes könne der Verein eine Nachbarparzelle anpachten und als Parkplatz nutzen, sagte der Ortsvorsteher.

Aus alter Verbundenheit zu ihrer Grillhütte wollen einige Reservisten dem Verschönerungsverein beitreten und sich an den Arbeiten beteiligen, berichtete Hartmut Pfeiffer.

von Matthias Mayer

Anzeige