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Ostkreis Großes Lob aus berufenem Munde
Landkreis Ostkreis Großes Lob aus berufenem Munde
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18:13 18.06.2012
Die Dauerausstellung die ihren Schwerpunkt auf die Zeit von 1938 bis 1945 und den Einsatz von Zwangsarbeitskräften in der Rüstungsindustrie legt, beeindruckte die fachkundigen Besucher. Foto: Karin Waldhüter
Stadtallendorf

Seit 18 Jahren besteht das Dokumentation- und Informationszentrum (DIZ) als Bildungseinrichtung, Begegnungsstätte, Archiv und Ausstellungsgebäude. Die Aufgabe des DIZ besteht nicht nur in der zentralen zeitgeschichtlichen Dokumentation für Stadt und Landkreis. Es hat darüber hinaus auch überregionale Bedeutung dank seiner Aktenbestände aus nationalen und internationalen Archiven zu den Themen Rüstungsindustrie, Zwangsarbeit, Rüstungsaltlasten und Stadtentwicklung.

Unter der Leitung des ehemaligen Präsidenten des Bundesarchivs Professor Friedrich P. Kahlenberg besuchten bedeutende ehemalige Archivare, die in Landesarchivverwaltungen in Niedersachsen, Hamburg und Baden Württemberg und dem Bund tätig waren, mit ihren Ehefrauen das Stadtmuseum. Gemeinsam hatten alle Archivare vor 50 Jahren in der Archivschule Marburg ihre Ausbildung begonnen.

In einem Handbuch für Gedenkstätten der Bundeszentrale für politische Bildung war Professor Kahlenberg auf eine Anzeige des Stadtmuseums gestoßen, während er sich mit dem Fortleben der einst in Allendorf ansässigen Rüstungsbetriebe wie der Dynamit AG und WASAG nach dem Krieg beschäftigt hatte. „Ich bin sehr beeindruckt von der Ausstellung, die ich als vorbildlich empfinde und die ein bedeutendes Mittel der Jugend- und Erwachsenenbildung darstellt“, lobt Professor Kahlenberg.

Zuvor hatte der Leiter des Dokumentations- und Informationszentrums Fritz Brinkmann-Frisch vor den fachkundigen Besuchern in einem rund 90-minütigen Vortrag über die außergewöhnliche Geschichte des Ortes Allendorf berichtet. Mit beeindruckenden Worten und einer bebilderten Präsentation gab Brinkmann-Frisch spannende, informative Einblicke in die Entstehung der Sprengstoffwerke, der Situation der Zwangsarbeiter, der Demontage und den Wiederaufbau, die Situation der Flüchtlinge und Vertriebenen, und die Entwicklung der Bevölkerungs- und Beschäftigungszahlen und der Stadtgeschichte bis hinein in die Gegenwart.

Die Bedeutung der Ausstellung hob auch Bürgermeister Christian Somogyi hervor. „Wir sind stolz auf die Ausstellung, sie ist wichtig, auch um junge Menschen herzuholen um die Geschichte aufzubereiten“, betonte er.

von Karin Waldhüter

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