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Unwetter trifft Kirchhain mit aller Wucht

Hunderte im Einsatz Unwetter trifft Kirchhain mit aller Wucht

Etwa 400 Einsatzkräfte der Feuerwehren im Landkreis Marburg-Biedenkopf haben vom frühen Dienstagabend bis in die Morgenstunden hinein vor allem im Stadtgebiet Kirchhains Einsätze abgearbeitet. Auch am Folgetag sind Kirchhainer Wehren im Einsatz, um noch bestehende Schäden zu beseitigen. Derweil wird der Unterricht an der Alfred-Wegener-Schule sowie der Grundschule Kirchhain ab morgen (Donnerstag, 9. August 2018) wieder aufgenommen.

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Am Morgen nach dem heftigen Unwetter vom Dienstag laufen an der Alfred-Wegener-Schule in Kirchhain die Aufräumarbeiten.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Knapp 900 Notrufe gingen im Zusammenhang mit dem gestrigen Unwetter in der Rettungsdienstleitstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf ein und führten zu mehr als 500 Einsätzen. Neben einer Brandbekämpfung nach einem Blitzeinschlag galt es vor allem vollgelaufene Keller vom Wasser zu befreien und Sturmschäden wie abgedeckte Dächer oder umgestürzte Bäume zu beseitigen.

Am Dienstag, 7. August, kam es im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Grund waren heftige Gewitter, die einige Schäden hinterließen. 

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Betroffen war mit knapp 400 Einsätzen insbesondere die Stadt Kirchhain im Ostkreis, teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Dort waren laut des Wetterdienstes "Kachelmannwetter" innerhalb von nur drei Stunden 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Die Stadtverwaltung richtete ein Bürger-Telefon, dass bis einschließlich Freitag, 10. August, in der Zeit von 7.30 Uhr bis 16.30 Uhr unter der Rufnummer 0 64 22 / 808 100 erreichbar ist. 

Ermittlungen dauern an

Zur Unterstützung der Kirchhainer Feuerwehren wurden zusätzliche Einheiten des Katastrophenschutzes der Feuerwehren Gladenbach, Wetter, Marburg und Cölbe sowie die Feuerwehr Dautphetal-Holzhausen mit speziellem Gerät für den Einsatz bei Hochwasser, unterstützt von der Feuerwehr Niederwalgern, eingesetzt. Eine weitere Einheit der Feuerwehr Biedenkopf wurde in Bereitschaft versetzt.

Ein Betreuungszug des DRK Kreisverbandes Marburg-Gießen verpflegte die Einsatzkräfte vor Ort. Weitere Vorbereitungen für eine mögliche Verschärfung der Lage wurden getroffen, indem vorsorglich der Katastrophenschutz-Stab des Landkreises einberufen wurde. Damit waren insgesamt etwa 400 Einsatzkräfte eingebunden.

Der Live-Ticker zum Unwetter mit allen Bildern und Videos

„Wieder einmal haben unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer gezeigt, dass man auf sie zählen kann wenn es gilt. Ich bin von dem Engagement und vom Durchhaltewillen, den ich vor Ort erleben durfte, sehr beeindruckt. Gerade in so einer Lage, die sich durch die Nacht bis in den Morgen zog. Allen Beteiligten gilt mein herzlicher Dank“, sagte Landrätin Kirsten Fründt am Mittwochmorgen.

Schäden entstanden sowohl an Privatgebäuden und in Unternehmen als auch an einigen Schulen. Noch am späten Dienstagabend ordnete Fründt vor Ort an, den Unterricht an der Alfred-Wegener-Schule sowie an der Grundschule Kirchhain am Mittwoch ausfallen zu lassen. Ab Donnerstag, 9. August 2018, kann der Unterricht allerdings bereits wieder fortgesetzt werden. Andernorts dauert die Ermittlung von Schäden noch an.

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