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Große Maschinen, große Gefahr

Unfälle bei der Ernte Große Maschinen, große Gefahr

Es geschah vor zwei Wochen bei Kirchhain. Ein Traktorfahrer brauste mit seinem Gespann über einen Feldweg, bremste vor einer Kurve, wobei der Anhänger die Hinterachse des Schleppers aus der Spur drückte.

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Amöneburg. Der Fahrer gab Gas und brachte die schwere Zugmaschine wieder unter Kontrolle. „Die fahren auf Sieg, nicht auf Ankommen“, kommentierte ein ehemaliger Landwirt, der in einer Gruppe von Spaziergängern Augenzeuge des gefährlichen Manövers war, den Vorfall.

Der Zeitdruck, unter dem Landwirte in der Erntesaison stehen, wird auch für Laien sichtbar. Die Höfe haben heute größere Anbauflächen die mit größeren Maschinen bearbeitet werden. Der Verkehr von landwirtschaftlichen Gespannen, die mit Gewicht und Abmessungen fast an den Schwerlastverkehr heranreichen, nimmt zu. Wegen der Ausbreitung der Biomasse sind davon auch auf regionalen Straßen betroffen. Und mit ihnen die Gefährdungen, die von der Mischung aus Termindruck und Maschinengröße für die Fahrer und die Allgemeinheit ausgehen. Das Internet ist voll von Bildern und Videos, die schwere Unfälle mit landwirtschaftlichen Maschinen zeigen.

Werner Metke, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes, beobachtet das Gefahrenpotenzial, das von den extrem leistungsstarken Schleppern und Erntemaschinen ausgeht, mit Sorge. „Die Schlepper haben heute zum Teil 300 und mehr PS. Darauf sitzen zur Erntezeit oft junge, mitunter schlecht oder gar nicht ausgebildete Fahrer. Die fahren los, obwohl sie die Gefahren nicht überblicken und das Bremsverhalten moderner Traktoren insbesondere im Anhängerbetrieb nichteinschätzen können."

von Matthias Mayer

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