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„Grolli“ bekommt eigenen Brunnen

Karneval „Grolli“ bekommt eigenen Brunnen

Am Samstag lud die Kolpingfamilie Neustadt zu einem rauschenden Fest in das vollbesetzte „Haus des Karnevals“.

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Sebastian Henkel präsentierte den staunenden Narren den Thomas-Groll-Gedächtnis-Brunnen.

Quelle: Karin Waldhüter

Neustadt. Bevor der Elferrat mit lautem „Narrhalla Marsch“ und in Begleitung der Kolping Garde unter dem Applaus der vielen Hundert Zuschauer Einzug hielt, begrüßte zunächst „Willi“ (Ralf Gies), nachdem er per Alkoholtest seine Nüchternheit bescheinigt hatte, die Narren im Saal und eröffnete das fast fünfstündige Programm des 62. Kolping Karnevals. Sitzungspräsident Andreas Gnau forderte zum Spenden für die Erdbebenopfer in Haiti auf. Rund 1.200 Euro kamen am diesem Abend als Spendengelder zusammen.

Vor der herrlichen Bühnenkulisse des historischen Marktplatzes setzte dann die Kolping-Garde in ihren gelben Kostümen und zu Beginn in fluoreszierendes Licht getaucht, einen ersten eindrucksvollen tänzerischen Höhepunkt. Weitere tänzerische Glanzlichter setzten die „Kolping Sternchen“ als Feen verkleidet in bezaubernden lila Kostümen, sowie die Hipp de Bibbs als Cowboy und Indianer. Am Ende des Programms begeisterte die Kolping-Garde mit ihrem Showtanz ein weiteres Mal das Publikum. Zum zweiten Mal war das Tanzpärchen der Kolpingfamilie auf der Bühne zu sehen. Den mit Schwierigkeiten gespickten Tanz meistern die beiden elfjährigen Tanzmariechen Sophia Kessler und Tanzmajor Michel Gnau gekonnt.

Mit fastnächtlicher Feierlaune heizten zahlreiche Büttenredner die Stimmung im Saal weiter an und beleuchteten mit spitzer Zunge die Geschehnisse in Neustadt und der Nachbarstadt Stadtallendorf. Als erster Büttenredner berichtete Lehrer Jochen Schratz vom Traumjob. Von der Wirtschaftskrise und wie man ein neues Auto vom Staat gesponsert bekommt, erzählte dann der Vorsitzende der Kolpingfamilie Holger Gnau, der auch die Gründung des Kernstadt-Ortsbeirats, die Klimaerwärmung und die Panikmache in den Medien aufgrund der Schweinegrippe auf die närrische Schippe nimmt. „Die Impfung braucht kein Schwein mehr, genutzt hat‘s nur den Unternehmen“, ruft er ins Publikum.

Als „Henkel und Larry“ haben Sebastian Henkel und Frank Bielert in den letzten 365 Tagen die Augen und Ohren offen gehalten und nehmen das Vereinsgeschehen in der „Neustädter Late Night Show“ ins närrische Visier und berichten, dass in der Bildergalerie nach Bürgermeister Thomas Groll kein Platz mehr sei. Sie erklären somit „Grolli“ zum letzten Bürgermeister vor dem Weltuntergang. Unter dem Johlen und Beifall der Zuschauer rollen sie dann den per Armbewegung Wasser speienden „Thomas-Groll-Gedächtnis-Brunnen“ auf die Bühne, der auch schnell zur Version „Brüssel“ umfunktioniert werden kann.

von Karin Waldhüter

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