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Gold-Dorf trifft schon wieder Vorbereitungen

Gold-Dorf trifft schon wieder Vorbereitungen

Mengsberg geht weitere Schritte in Richtung Bioenergiedorf. Eine Machbarkeitsstudie zeigte grünes Licht - was auch ein Faktor im Zuge der Vorbereitungen auf den "Europäischen Dorferneuerungspreis" ist.

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Die Mengsberger Arbeitsgruppen suchen für den „Europapokal“ noch nach neuen Mitstreitern.Archivfoto: Florian Lerchbacher

Mengsberg. „Das Land Hessen hat uns um unsere Teilnahme gebeten“, berichtete Ortsvorsteher Karlheinz Kurz den Mitgliedern des Ortsbeirates, als es in der letzten Sitzung des Jahres noch einmal um die Teilnahme am „Europäischen Dorferneuerungspreis 2014“ ging. Vier Dörfer waren in Frage gekommen, Mengsberg galt nach dem Gewinn des Bundeswettbewerbes von „Unser Dorf hat Zukunft“ jedoch ohnehin als Favorit.

Nun macht sich der Neustädter Stadtteil schon wieder an die Arbeit: Bereits am 16. Januar 2014 findet das nächste Treffen des Mengsberger Arbeitskreises statt, der die Vorbereitungen besprechen soll – bis zum 6. Februar müssen die „Bewerbungs“-Unterlagen schließlich bei der internationalen Jury in Österreich vorliegen.

Vier Arbeitsgruppensitzungen sind bis zu diesem Termin geplant. „Danach kommt wieder einiges an Arbeit und Vorbereitung für die wieder stattfindende Dorfbegehung und die Präsentation unserer Besonderheiten auf uns zu“, kündigte Kurz an. „Es wäre schön, wenn sich noch einige Mitstreiter finden würden, die den Arbeitskreis unterstützen“, hob Karl-Heinz Waschkowitz hervor.

Die internationale Jury wird sich schon im März zu einer ersten Sichtung der eingereichten Unterlagen aller Wettbewerbsteilnehmer treffen. Für den Zeitraum Mai und Juni ist dann die Bereisung der Teilnehmerorte durch die Jury-Gruppen vorgesehen. Die ersten Bewertungssitzungen folgen im Juni und Juli. Nach der Entscheidung wird die Preisverteilung im September 2014 in Vals in der Schweiz, dem Siegerort von 2012, vorgenommen.

In diesem Zusammenhang sind natürlich auch die Bioenergie-Pläne Mengsbergs ein wichtiger Faktor. In der Machbarkeitsstudie eines Ingenieurbüros war die Möglichkeit einer Versorgung von Mengsberg mit Nahwärme als positiv und lukrativ bewertet worden. „Mittlerweile sind die Mitglieder unserer Projektgruppe Bioenergiedorf wieder in Mengsberg unterwegs, um den Hauseigentümern Informationen zur Anschlussart, Möglichkeiten der Energiegewinnung und die potentiellen Anschlusskosten zu geben“, berichtet Kurz.

Dabei sollen die Anschlusswilligen gleichzeitig eine Absichtserklärung unterzeichnen, damit die Projektgruppe einen Überblick bekommt, wie viele Bürger überhaupt bereit wären, auf Bioenergie umzustellen. Ein weiterer Schritt wäre dann die Gründung einer Energiegenossenschaft Mengsberg. „Wenn alles gut läuft und keine unvorhersehbaren Hindernisse auf uns zu kommen, kann bereits im Spätsommer 2014 mit der Umsetzung begonnen werden“, prognostizierte Kurz. Als Ziel hat sich die Projektgruppe gesetzt, bereits im Winter 2015/2016 einen Teil der Anschlusswilligen oder im günstigsten Falle auch schon alle mit Nahwärme versorgen zu können.

Während im kommenden Jahr also der „Europapokal“ ansteht, ist ein weiterer Termin bereits vorgemerkt. Im Jahr 2019 wird Mengsberg 725 Jahre alt – und will dies entsprechend feiern.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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