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Ostkreis „Gnadenfrist“ hilft Truppe und Städten
Landkreis Ostkreis „Gnadenfrist“ hilft Truppe und Städten
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18:13 14.06.2012
Stadtallendorf

Schließungstermine gab es für die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne in Neustadt und die Stadtallendorfer Hessen-Kaserne schon einige. Die Hessen-Kaserne wird bereits jetzt zehn Jahre länger genutzt als einst verkündet. Bei der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne gibt es inzwischen die dritte Gnadenfrist. Laut Bundesverteidigungsministerium soll die Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne Ende 2015 leer sein, die 300 000 Quadratmeter große Hessen-Kaserne voraussichtlich 2018. Dennoch sind die Bürgermeister beider Städte derzeit nicht unglücklich über die verlängerte Lebensdauer der Bundeswehr-Liegenschaften.

In Neustadt hat Bürgermeister Thomas Groll (CDU) allerdings auch etwas Bauchschmerzen was die zivile Umnutzung der noch genutzten Kasernenflächen angeht. „Ich hoffe, dass die Verschiebung nicht dazu führt, dass am Ende keine Fördergelder für die Umnutzung mehr gibt“, bringt er seine Befürchtungen auf den Punkt. Für den ersten Konversions-Abschnitt gab es immerhin 870000 Euro Zuschüsse.

Die Neustädter Kaserne verdankt ihre Daseinsverlängerung der Tatsache, dass die dort stationierten Einheiten - Kompanieren des Führungs-Unterstützungsbatallions 286 aus Rotenburg (Fulda) und der Feldjäger nach jetzigem Stand erst in den Jahren 2014 und 2015 aufgelöst werden. Dies erläuterte ein Sprecher des Wehrbereichskommandos in Mainz.Groll weiß aber auch, dass speziell die Unterkunftsgebäude der Kaserne 2015 dann mehr als 55 Jahre alt sein werden. Bei ihnen sei nur noch der Einsatz des Abrissbaggers möglich. Es stehen der Stadt Neustadt also noch einige Herausforderungen bevor. Für seinen Stadtallendorfer Kollegen Christian Somogyi (SPD) zählt vor allem, dass es noch sechs Jahre dauert, bis die Kaserne aufgegeben wird. „Uns bleibt Zeit, uns Gedanken zu machen. Wichtig ist, dass das Areal nicht verfällt“, sagt er. Mit der Bundeswehr sei die Stadt dabei im Gespräch.

Die Initiative, die Hessen-Kaserne längerfristig weiterzunutzen, sei von der Division spezielle Operationen ausgegangen, erläutert Brigadegeneral Volker Bescht. Als Standortältester ist er für alle drei Kasernen im Ostkreis verantwortlich. Im Falle der Neustädter Kaserne sei es nunmehr gelungen, alle Termine miteinander zu harmonisieren, sprich die Auflösungstermine der dortigen Einheiten und den Schließungstermin für die Rotenburger Kaserne.

In Stadtallendorf benötigt die DSO wie bereits berichtet vor allem Übergangsquartiere während der weiterlaufenden und geplanten Bauarbeiten. So werden zum Beispiel auch Soldaten-Wohnheime saniert werden müssen. Gleichzeitig benötigt die DSO im Jahr 2016/2017 Platz für eine neu aufzustellende Logistikkompanie und ihre Ausrüstung. Aktuell übernachten in der Hessen-Kaserne noch 119 Soldaten, ab September sind es planmäßig zunächst nur noch 48. Brigadegeneral Bescht kalkuliert damit, dass künftig zwischen 150 und 200 Soldaten dort Unterkunft beziehen.

Deshalb ist auch klar, dass die Bundeswehr weitere Unterkunftsgebäude Zug um Zug einmotten wird. In Betrieb gehalten wird nur noch das, was tatsächlich benötigt wird, betont das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum (früher Standortverwaltung) in Homberg/Efze. Wie viele Gebäude das sein werden, kann zum jetzigen Zeitpunkt keiner vorhersagen.

Derzeit wird noch geprüft, ob das Heizwerk außerhalb der Kaserne noch gebraucht wird. Mobile Heizcontainer könnten eine kostengünstigere Alternative darstellen, erklären das Bundeswehr-Dienstleistungszentrum und General Bescht.

Dass der Bund zumindest Teile der Hessen-Kaserne schon vor 2018 freigeben und zum Verkauf anbieten wird, schließt zumindest General Bescht derzeit aus. Denn die Kaserne ist nur über Bundeswehr-Straßen erschlossen.

Außerdem gibt es nach wie vor die Rüstungsaltlasten-Problematik rund um und in der Hessen-Kaserne. Langfristig sollen die belasteten Flächen saniert werden. Sie wurden bereits 2004 eingehend untersucht. Die Stadt hatte die Sanierung in der Vergangenheit immer zur Voraussetzung für die Ausübung eines Vorkaufsrechtes für Kasernenflächen gemacht.

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