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"Glücks-Tankstelle" bringt Kontakte

Neue Broschüre "Glücks-Tankstelle" bringt Kontakte

Ängste, Depressionen, Stress-Symptome sind für immer mehr Menschen zu einem Problem geworden. Das hat die psychosoziale Beratungsstelle Lok bereits vor Jahrenregistriert und reagiert.

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Gesundheitsdezernent Dr. Karsten McGovern (von links), Klaus-Dieter Ilge und Sabine Altmann von der Lok und Dr. Ingo Werner, Leiter des Gesundheitsamtes zeigen die Broschüre. Foto: Rinde

Stadtallendorf. Vielen psychischen Krankheiten und starken Reaktionen auf anhaltende Belastungen lässt sich vorbeugen. Wie sich das am einfachsten aus eigenem Antrieb erreichen lässt, will die psychosoziale Beratungsstelle Lok in Stadtallendorf auf mehreren verschiedenen Wegen aufzeigen. Denn die psychosoziale Beratungsstelle hat bereits vor langer Zeit registriert, was heute beinahe täglich in den Medien bearbeitet wird: „Burnout“, Depressionen und Angststörungen nehmen zu. Das hat die Lok nicht nur bei ihren Beratungsangeboten wahrgenommen. „Es zeigt sich auch bei unserer Einrichtung für betreutes Wohnen“, sagt Sabine Altmann vom Lok-Team. Nutzen in der Vergangenheit Menschen mit Psychosen das Betreuungsangebot, so sind es inzwischen auch Betroffene von Depressionen.

Ein Element ist eine neue Broschüre, die sich im Internet herunterladen lässt und mit der das Lok-Team eine eigene Richtung einschlägt: „Vereine und Gemeinschaften im Ostkreis“ heißt die Broschüre, mit der sich Menschen orientieren können. Sie haben dort die Möglichkeit, sich ihren Wünschen, Neigungen und Hobbys entsprechende Vereine herauszusuchen - oder sich vielleicht auf eine Gemeinschaft einzulassen. Das kann eine Kirchengemeinde mit ihren vielfältigen Angeboten sein oder eine andere Interessensgruppe. „Wir waren selbst überrascht über die Vielfalt an Angeboten, die es gibt“, sagt Klaus-Dieter Ilge von der Lok. Er hat die Entstehung der Broschüre zusammen mit seiner Kollegin Sabine Altmann begleitet. Eine Fragebogenaktion, in die auch die Gemeinde Ebsdorfergrund einbezogen war, diente als Grundlage. Außerdem enthält die Broschüre die Namen von Ansprechpartnern in den einzelnen Verwaltungen der Städte und Gemeinden.

Die Broschüre mit ihrem breitgefächerten Kontaktdaten von Institutionen will zur Selbsthilfe animieren - und vor allem zur Prävention anregen. Wer aktiv ist, ist weniger anfällig für die Folgen des Alltagsstress, lautet die Botschaft. Diese Broschüre gibt es allerdings nur im Internet. Sie lässt sich auf der Internetseite „www.lok-stadtallendorf/aktuelles.de“ herunterladen. Das Onlineangebot bietet einen großen Vorteil: Es lässt sich ständig aktuell halten. Derzeit wirbt die Lok mit kleinen Postkarten, ausgelegt an zahlreichen Orten, für ihr neues Angebot. „Es ist wichtig, im Alltagsbewusstsein zu verankern, dass man selbst etwas für sich tun kann“, fasst es Ilge zusammen.

Bei ihrem Broschürenprojekt bekam die Beratungsstelle Lok Rückhalt und Unterstützung aus der Kreisverwaltung. Grsundheitsdezernent Dr. Karsten McGovern (Bündnis )0/Die Grünen) lobte im Gespräch mit dieser Zeitung ausdrücklich die Grundintention des Projektes, nämlich einen Beitrag dazu zu leisten, psychischen Krankheiten vorzubeugen. Die Broschüre bezeichnete McGovern etwas zugespitzt als eine „Glückstankstelle“. Das Bedarf besteht hat auch der Fachbereich Gesundheit in der Kreisverwaltung festgestellt.

Doch die psychosoziale Beratungsstelle bietet noch mehr Möglichkeiten, Volkskrankheiten vorzubeugen oder zu lernen, richtig mit ihnen umzugehen. Ein Element sind zum Beispiel die Seminarangebote. Aktuell ist ein Blockseminar „Wege aus Angst und Panik“. Es findet am 28. und 29. September statt.

Weitere Informationen zum Seminar gibt es unter der Rufnummer 06428/1035.

von Michael Rinde

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