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Gleichmäßig statt schnell

Weltmeisterschaft Gleichmäßig statt schnell

Eigentlich versuchen die Mitglieder des Landwirtschaftlichen Kultur- und Technikclubs Wohratal, ihre Ziele immer auf "eigener Achse", wie es im Fachjargon heißt, zu erreichen. Doch zur WM ist es schlicht zu weit.

Ernsthausen. „Der Glockner ruft, wir sind dabei.“ Herbert Göttig, Oldtimertraktorbesitzer aus Ernsthausen, drückt seine Vorfreude auf die Teilnahme an der elften Oldtimer-Traktor-Weltmeisterschaft in der österreichischen Region Großglockner-Zellersee mit einem Plakat aus. Da tut es auch der Stimmung keinen Abbruch, dass die 16 Vereinsmitglieder ihre 7 Traktoren, die 40, 50 oder gar 60 Jahre alt sind, mit einem Sattelauflieger transportieren müssen und nicht selber fahren können.

Insgesamt 500 Fahrzeuge

Am Donnerstagmorgen stand das Verladen der Fahrzeuge in Ernsthausen auf dem Hof von Vereinsgründungsmitglied Heinrich Dehnert auf dem Programm. Genauestes Arbeiten war dabei erforderlich, damit auch alle Traktoren ihren richtigen Platz fanden und fest und sicher verzurrt werden konnten. Bei einer Stellprobe hatten die Vereinsmitglieder vor 14 Tagen bereits Maß genommen und die Plätze für die unterschiedlich breiten und langen Fahrzeuge festgelegt.

Ganz genau fahren mussten Lothar Seitz und Wilfried Denert, um ihre Dexheimer Schmalspurschlepper neben einem weiteren Oldtimer zu platzieren. „Es ist schon eine spannende Sache, ob das alles so klappt wie geplant“, sagte Gerda Göttig voller Vorfreude auf die Veranstaltung. „Im vergangen Jahr war sogar ein Teilnehmer aus Amerika mit dabei“, erinnerte sich Daniel Laukel, der 2011 mit seinem 15 PS starken Porsche Junior in der Klasse der leichten Schlepper unter fast 300 Teilnehmern den dritten Platz erreicht hatte.

Bei insgesamt zwei Wertungsfahrten, welche die Teilnehmer in verschiedenen Etappen von Bruck auf der Großglockner Hochalpenstraße bis auf 2500 Meter an das Großglocknermassiv heran führt, kommt es allerdings nicht auf Schnelligkeit sondern auf eine möglichst gleichmäßige Fahrt an. Dass dabei drei Tage lang auch die Geselligkeit mit vielen Gesprächen Gleichgesinnter rund um das schöne Hobby nicht zu kurz kommen wird, versteht sich von selbst. Insgesamt werden mehr als 500 Oldtimer-Traktoren zu sehen sein.

von Alfons Wieber

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