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Geschirr, Stühle und Bücher ziehen um

Bürgerhaus-Sanierung Geschirr, Stühle und Bücher ziehen um

Zug um Zug transportieren Möbelpacker das Inventar des Kirchhainer Bürgerhauses ab. Ein Teil des Mobiliars kommt bis Abschluss der Sanierung in die Markthalle.

Kirchhain. Vor dem Eingang zum Turmzimmer „türmten“ sich gestern Morgen Einrichtungs-Überbleibsel aus dem Bürgerhaus. Möbelpacker schichteten Umzugskarton auf Umzugskarton. Auf dem nahen Parkplatz stehen Möbelwagen bereit. Die Parkfläche direkt vor dem Turmzimmer wie auch die Durchfahrt hatte die Stadt extra sperren lassen, damit die Transportfahrzeuge dort problemlos halten können. .

Mit der Entrümpelungs- und Umzugsaktion ist der Startschuss für die Bürgerhaus-Sanierung und den Umbau gefallen. Bis Ende Januar , so sieht es laut Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) der Zeitplan vor, soll das Gebäude leergeräumt werden. Erste Umbauarbeiten im Inneren sollen dann gleich folgen, zurzeit wird auch der Bauantrag der Stadt von der Kreisverwaltung bearbeitet.

Einen Teil der Möbel, wie etwa die Bestuhlung und das Geschirr, lagert die Stadt im Anbau der Markthalle. Zuletzt hatte die Kirchhainer Feuerwehr dort Fahrzeuge während der Arbeiten am Stützpunkt untergebracht.

Der Teil des Bürgerhauses, der bei der Stadt verbleibt, muss laut Kirchner bis allerspätestens November saniert sein. Nur dann kann das Bauprojekt noch rechtzeitig abgerechnet werden, um die Zuschüsse zu erhalten. „Damit könnten die Weihnachtsfeiern wieder wie gewohnt im Bürgerhaus stattfinden, auch das Softeis-Konzert“, hofft Kirchner.

Für die bisherigen Nutzer hat die Stadt in den vergangenen Monaten neue Räume gesucht. Das Ortsgericht hält seine Sprechtage beispielsweise seit vergangenem Montag im „Blauen Löwen“ ab.

„Alle, auch die Vereine, haben andere Räumlichkeiten gefunden, entweder bei der Stadt oder auch bei der evangelischen Kirchengemeinde“, sagt Kirchner. Für die Stadtbücherei war der vergangene Montag der letzte Ausleihtag.

Bücherausleihe erst Ostern wieder möglich

Die beiden Kirchhainerinnen, die die Bücherei bisher betreuten und eigentlich seit dem Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen sind, sichten nun noch die Bestände und sortieren nicht mehr brauchbare Bücher aus. Das soll bis 18. Januar passieren. Danach haben die Stadtteilbüchereien und die Büchereien in den Kindertagesstätten die Möglichkeit, Bücher in ihre Bestände zu übernehmen. Danach werden die verbleibenden Bücher in die Bücherei der Alfred-Wegener-Schule übernommen. Dort müssen sie dann noch katalogisiert werden. Außerdem fehlt es noch an Regalen. Kirchner erwartet darum, dass die erste Ausleihe an der AWS Anfang April erfolgen wird.

Der Heimat- und Geschichtsverein und das „Soziale Netzwerk“ Kirchhain haben Räume in der Biegenstraße, in einer ehemaligen Orthopädiepraxis gefunden. Zuerst wird die Stadt Kirchhain ihren Teil der Sanierungsarbeiten voranbringen. Bei der Stadt geht es vorrangig um die energetische Sanierung.

Die Umbauten des Privatinvestors, der Gade GmbH, beginnen zu einem späteren Zeitpunkt. Das Unternehmen baut zwischen 16 und 20 Wohnungen. Dazu wird das Bürgerhaus über dem jetzigen Foyer und dem ehemaligen Restaurant aufgestockt.

Die Sanierungskosten wurden zuletzt mit 1,09 Millionen Euro beziffert, von denen die Stadt 365000 Euro aus ihrem Haushalt aufbringt, der Löwenanteil wird durch Fördergelder finanziert.

von Michael Rinde

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