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Geplante Gehwege sind etwas im Weg

Altstadtsanierung Geplante Gehwege sind etwas im Weg

Passt noch ein Bus durch Amöneburg, wenn die geplanten Bürgersteige gebaut sind? Diese Frage sollte am Dienstag eine Testfahrt klären.

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Das orangefarbene Kreuz auf der Straße vor dem Bus markiert die Grenze des geplanten Bürgersteigs. Während eines Versuchs sollte am Dienstag getestet werden, ob die Altstadtstraßen in Amöneburg auch nach einem Ausbau noch für Busse passierbar sind.

Quelle: Tobias Hirsch

Amöneburg. Die Pläne zur Sanierung der Altstadtstraßen in Amöneburg (die OP berichtete) kamen am Dienstag ein weiteres Mal auf den Prüfstand.

Der Proband war 18 Meter lang und mehr als 20 Tonnen schwer. Mit einem Gelenkbus testeten die Stadt und der Regionale Nahverkehrsverband (RNV), ob nach dem Umbau noch ein Bus durch Ritterstraße, Karlstraße und Kolpingstraße passt.

Das Fazit fiel unterschiedlich aus. Bauamtsleiter Volker Lehfeld meint, dass der Busverkehr auch mit den geplanten Bürgersteigen funktioniert. Für Ortsvorsteher Herbert Fischer hat der Versuch seine Befürchtungen bestätigt: „Mit Gehwegen ist das Chaos perfekt.“

Mit einer Computersimulation wurde die Busfahrt bereits getestet. Gestern sollte ein Versuch unter realen Bedingungen ein abschließendes Ergebnis liefern: Der RNV schickte zwei Busse durch die Altstadt. Zuvor zeichnete Lehfeld die geplanten Bürgersteige mit Sprühfarbe auf die Straße.

Für Ortsvorsteher Fischer und die Anlieger, die das Geschehen verfolgten, war der Test an Realitätsferne nicht zu überbieten. „Kaum Gegenverkehr und keine Schüler. Zu Stoßzeiten sind hier bis zu 40 Busse unterwegs. Lehrer suchen nach einem Parkplatz und hunderte von Schülern laufen auf der Straße herum“, beschreibt Fischer den „Normalzustand“.

Die Busfahrer würden die Altstadt am liebsten ganz meiden. „Wir sind jeden Abend froh, wenn niemand unter die Räder gekommen ist.“

von Tobias Hirsch

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