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"Geopark Vulkanregion" soll Touristen anziehen

Stadtverordnetenversammlung "Geopark Vulkanregion" soll Touristen anziehen

Die Stadt Amöneburg ist bei der Gründung der "Vulkanregion Vogelsberg" dabei. Der Standortfaktor "Tourismus" war in der Stadtverordnetenversammlung aber gleich zweimal Thema.

Amöneburg. Die Gründung des „Geoparks Vulkanregion Vogelsberg“ steht seit Längerem bevor. Die Stadtverordneten stellten nun klar, dass die Stadt Amöneburg als eines der hochwertigsten und attraktivsten Geotope der Region und als Tor zum Vogelsberg dabei ist. In dem Geopark sollen neben geowissenschaftlichen auch archäologische, naturschutzfachliche, touristische, heimatkundliche und geschichtliche Themen behandelt werden. Ein Hauptaugenmerk soll dabei auf kind- und jugendgerechten Angeboten liegen. Beteiligt werden die Kommunen im Vogelsbergkreis sowie Kommen im „geologischen Ausstrichsbereich“ des Vogelsbergmassivs. 2850 Quadratkilometer soll die Parkkulisse insgesamt umfassen. Unter dem Titel „Vulkanismus: Segen und Fluch für das Leben“ soll sie ein Alleinstellungsmerkmal erhalten. „Hierin steckt ein hohes touristisches Entwicklungspotenzial“, heißt es in der Magistratsvorlage, der alle Stadtverordneten zustimmten. Das Konzept passe hervorragend zu Amöneburg, da dort nicht nur ein Geotop besonderer Güte entstanden sei sondern auch die Fauna und Flora einzigartig sei. Die Mitgliedschaft kostet die Stadt 50 Cent pro Einwohner, die Obergrenze für den Mitgliedschaftsbeitrag soll bei 3000 Euro liegen.

CDU will Stellplätze für Wohnmobile einrichten

- Das Thema Tourismus kam aber am Montag gleich noch einmal auf den Tisch: Die CDU beantragt, Stellplätze für Wohnmobile in Amöneburg zu schaffen. Immer wieder stünden solche Fahrzeuge in der Stadt. „Sie werden geduldet, wir möchten dies aber in eine rechtlich einwandfreie Form überführen“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Jan-Gernot Wichert. Zunächst gelte es, entsprechende Flächen auszuweisen. Wenn die Stadt Erfahrungen gesammelt habe, könnte sie über einen Ausbau nachdenken und zum Beispiel eine Stromversorgung anbieten. Der Haupt- und Finanzausschuss soll sich nun mit dem Thema auseinandersetzen. Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg sprach sich aber schon einmal dagegen aus: Er zweifelt an der Wirtschaftlichkeit und stellt die Frage, ob Stellplätze der bestehenden Tourismusstruktur nutzen oder eher schaden. Ohne Stellplätze sei es indes nicht möglich, Kurzzeittouristen, die mit dem Wohnmobil unterwegs sind, gezielt anzusprechen, betont die CDU.

- Die Stadtverordneten beschlossen, der „Energiegenossenschaft Marburg-Biedenkopf eG“ beizutreten und zehn Anteile à 100 Euro zu zeichnen. Hintergrund ist, dass sich Bürger über die kreisweite Energiegenossenschaft an Projekten wie dem geplanten Windpark auf der Mardorfer Kuppe beteiligen können.

- Einstimmig gaben die Stadtverordneten das Okay, die Sanierung des Vereinsheim des Tischtennisclubs Mardorf zu unterstützen. Rund 14300 Euro soll das Projekt der Zelluloid-Cracks kosten. Gemäß ihrer Richtlinien beteiligt sich die Stadt mit Fördermitteln in Höhe von zehn Prozent.

von Florian Lerchbacher

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