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Genossenschaft hilft der Stadt

Siedlungsgenossenschaft „Herrenwald“ Genossenschaft hilft der Stadt

Das Stadtparlament vertraute am Donnerstagabend auf mündliche Zusagen, die Bürgermeister Manfred Vollmer vom Vorstand der Siedlungsgenossenschaft „Herrenwald“ bekommen hatte.

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Dieses Wohngebäude möchte die Siedlungsgenossenschaft abreißen, um dort ein dreistöckiges Geschäftshaus zu errichten.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Ein weiteres Mal musste die Siedlungsgenosenschaft „Herrenwald“ gegenüber der Stadt Zugeständnisse machen, um ihre Baupläne in der Niederkleiner Straße realisieren zu können. Die Gesellschaft will dort im ersten Schritt ein Geschäftsgebäude errichten. Es entsteht in direkter Nachbarschaft zum Edeka-Markt (die OP berichtete).

Schon mehrfach durchkreuzten die Planungen der Stadt die Absichten der Siedlungsgenossenschaft. Die Ursprungsidee, einen modernen Wohnpark zu schaffen, musste die Genossenschaft seinerzeit beerdigen. Dieser Wohnpark wäre dem seit Langem geplanten Innenstadtring, auch Querspange genannt, im Wege gewesen. Im vergangenen Jahr stellte die Siedlungsgenossenschaft ihre überarbeitete Planung vor. Die Stadt brachte ein Bebauungsplan-Verfahren auf den Weg. Ein weiteres Zugeständnis der Siedlungsgenossenschaft folgte. Sie verzichtete auf ein geplantes viertes Stockwerk.

Bei der Beratung des Bebauungsplan-Entwurfs im Bauausschuss zeichnete sich fraktionsübergreifender Widerstand ab. Denn den Parlamentariern war der Verlauf der geplanten Straße rechtlich nicht abgesichert genug. In der Karte, die den ungefähren Trassenverlauf der Querspange festlegt, gab es Überschneidungen mit Gelände der Siedlungsgenossenschaft. Im unteren Teil, in Höhe des Gebäudes Niederkleiner Straße 19, plant die Siedlungsgenossenschaft in der Zukunft weitere Neubauten. Konkreteres steht bisher nicht fest.

Stadtverordneter Dieter Erber (CDU) hatte die Frage aufgeworfen, ob sich die Zukunftspläne der Stadt baurechtlich nicht eindeutiger sichern ließen. Im Bauausschuss herrschte am Ende Konsens: Ohne bessere Absicherung der eigenen Baupläne könne es keine Zustimmung geben. Kurzfristig kam es am vergangenen Mittwoch zu einem Gespräch zwischen dem Vorstand der Siedlungsgenossenschaft und der Stadtverwaltung. Am Donnerstagabend verkündete Bürgermeister Vollmer das Ergebnis im Stadtparlament; Demach hat sich die Genossenschaft bereiterklärt, der Stadt ein Stück Gelände zu verkaufen, wenn die Straßenpläne konkret werden.

von Michael Rinde

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