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Generalprobe für Grenzgang gelingt

29. Hatzbachtalwanderung Generalprobe für Grenzgang gelingt

Eines ausgezeichneten Zuspruchs erfreute sich die 29. Hatzbachtalwanderung. Insgesamt genossen rund 1.000 Wanderer die Landschaft rund um den Stadtallendorfer Stadtteil.

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Unter den 1.000 Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche Kinder, die viel Spaß hatten.

Quelle: Kai Erdel

Hatzbach. Am Himmelfahrtstag richteten die Wanderfreunde Hatzbachtal zum 29. Mal ihre Internationale Hatzbachtalwanderung aus. Ein stahlblauer Himmel und angenehm kühle Temperaturen erwarteten die Wanderer, die sich am Morgen vom Hatzbacher Bürgerhaus aus auf die sechs, zehn oder zwanzig Kilometer lange Strecke machten. „Dabei hatten wir gestern bei Aufbauen noch Hagelschauer“, freute sich der Vorsitzende der Wanderfreunde Hatzbachtal, Horst Erdel, über den nächtlichen Wetterwechsel.

Überall im Bürgerhaus machten Plakate und Fahnen darauf aufmerksam, dass diese Wanderung im Jahr der 750-Jahr-Feier Hatzbachs stattfand. Auch die Natur schien dem Rechnung zu tragen: Der Wald leuchtet im saftigen Grün der Laubbäume, die im Kontrast zum dunklen Grün der Fichten standen. Unterhalb der Kiefern stach das helle Grün zahlreicher Heidelbeerbüsche hervor. Die Düfte des Frühlings in der Luft und der nicht enden wollende Gesang der Vögel sorgten für ein Sinneserlebnis, wie es der Mengsberger Forst selten bietet.

Während die kurze Strecke direkt hinauf zum Wald und nach einer Rast am Nadelöhr wieder ins Dorf zurück führte, liefen die Wanderer der beiden längeren Strecken erst einmal entlang der Hänge des Hatzbachtals bis kurz vor Wolferode. Am Fuße des Kohlbergs war Zeit zum Rasten, ehe es weiter in Richtung Nadelöhr ging.

Während ab dort die Zehn-Kilometer-Strecke zurück nach Hatzbach führte, ging es auf der 20-Kilometer-Strecke in Richtung Lischeid, um dann über das Mooshäuschen zum Heidehäuschen zu gelangen. Dort gab es noch letztmals eine Stärkung, ehe der Rückweg begann.

Im Ort tobte derweil das Leben: Gegen Mittag war es schwer, einen Parkplatz zu bekommen. Und obwohl vor dem Bürgerhaus zahlreiche Bänke und Tische aufgebaut worden waren, gab es bald weder in noch vor dem Bürgerhaus einen Sitzplatz.

700 Startkarten hatten die Wanderfreunde vorbereitet, doch schnell zeigte sich, dass dies nicht genügt. „Wir haben über 800 Startkarten verkauft“, freute sich Peter Majdcinsky, der Zweite Vorsitzende. Zusammen mit den Wanderern, die ohne Karte an den Start gingen, seien über 1.000 Teilnehmer auf der Strecke gewesen.

Horst Erdel freute besonders, dass Wanderer aus dem ganzen Bundesgebiet nach Hatzbach gekommen waren. Er lud alle Wanderer zum Grenzgang in Hatzbach am 27. Mai ein, der auch als Wanderung für den Deutschen Volkssport Verband gewertet wird.

Bei der Siegerehrung waren auch die Hatzbacher Hatzjäger zugegen, die während des Grenzgangs die Ortsvorsteher der Nachbargemeinden „huppchen“ werden, also mit den Worten „Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit“ mit den Hinterteil auf den Grenzstein stoßen. Dies demonstrierten sie sogleich mit einem historischen Grenzstein, den sie in einer Scheune wiedergefunden hatten, und dem Hinterteil von Bürgermeister Christian Somogyi, dem Schirmherrn.

Die Vereine des Deutschen Volkssport Verbands mit den meisten Teilnehmern waren. Neustadt (73 Wanderer), Tiefenbach (48), Amöneburg (46), Kirch/Sieg (42) und Volkach am Main (35). Bei den nicht verbandsgebundenen Vereinen gewann die Dorfgemeinschaft Hatzbach (107) vor den Alten Herren Erksdorf (56) und dem Wanderverein Niederklein (24).

von Kai Erdel

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