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Gefängnis bleibt Soldat erspart

Urteil des Kirchhainer Amtsgerichts Gefängnis bleibt Soldat erspart

Das Kirchhainer Amtsgericht verurteilte in der vergangenen Woche einen Zeitsoldaten, der nicht zur Truppe zurückgekehrt war, zu einer Geldstrafe auf Bewährung.

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Weil er unter Depressionen litt, kehrte ein 28-Jähriger nicht zur Truppe zurück. Das Gericht verurteilte ihn wegen eines „Formalverstoßes“ zu einer Geldstrafe auf Bewährung.

Quelle: Lerchbacher

Stadtallendorf. Richter Edgar Krug verzichtete darauf, dem 28-Jährigen eine Gefängnisstrafe aufzubrummen, da es sich, wie auch die Staatsanwaltschaft betonte, um einen atypischen Fall handelte:

Der Leutnant leidet unter Depressionen und war aus diesem Grund nach Ablauf einer langen Krankschreibung nicht zur Bundeswehr zurückgekehrt.

Der Staatsanwalt sprach von einem eher tragisch als kriminell geprägten Fall, dennoch sei der Angeklagte eigenmächtig der Truppe fern geblieben, ein Freispruch sei somit nicht möglich.

Als mildernden Umstand nannte er eine Mitverantwortung der Bundeswehr.

Auch Richter Krug übte Kritik: Die Bundeswehr habe nicht richtig auf die Erkrankung ihres Soldaten reagiert.

von Florian Lerchbacher

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