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Gastronomie-Sitzung ohne die Gastronomen

Außer Spesen nichts gewesen Gastronomie-Sitzung ohne die Gastronomen

Ratlosigkeit machte sich während der jüngsten Sitzung des Rauschenberger Sozialausschusses breit: „Was machen wir mit dem Ausschuss?“, fragte dessen Vorsitzender Frank Riedig (Bündnis 90/ Die Grünen) in die Runde.

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Bis auf die Küche ist das grundsanierte Dorfgemeinschaftshaus in Albshausen fertiggestellt. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Die Parlamentarier waren im Sitzungszimmer des Rathauses zusammengekommen, um mit den ortsansässigen Gastronomen über Möglichkeiten zu beraten, welche Hilfen die Stadt zur Stärkung der Betriebe bieten kann. Nur: Die Gastronomen waren nicht erschienen. Dies schon zum zweiten Mal - und das, obwohl sich der Ausschuss auf Wunsch der Wirte zu einer für die berufstätigen ehrenamtlichen Kommunalpolitiker eigentlich unmöglichen Zeit am frühen Nachmittag getroffen hatten. „Wir sitzen hier unter uns, Es hat den Anschein, als sollten und könnten wir den Gastronomen nicht helfen“, stellte Frank Riedig ernüchtert fest, und Brigitte Klingelhöfer (SPD) kommentierte trocken: „Wer nicht will der hat schon.“

Bürgermeister Manfred Barth regte an, den Ausschuss bis zum Abschluss der nächsten Zwangsversteigerungsrunde für die Gebäude zweier großer Gastronomie-Betriebe zu vertagen. Ein Versteigerungstermin sei am 24. Oktober, der Versteigerungstermin für das zweite Objekt werde wohl erst im neuem Jahr liegen. Michael Emmerich (CDU) unterstützte den Vorschlag des Bürgermeisters. So gebe es Zeit, die Entwicklung zu verfolgen. Brigitte Klingelhöfer berichtete, dass nach ihrer Kenntnis ein Betrieb vor der Lösung seines Problems stehe. Diese Chance sah Frank Riedig für alle Betriebe. „Wir haben Top-Standorte in Rauschenberg. Wenn das Konzept stimmt, hast du überall dein Publikum“, sagte er. Zweifel an passenden Konzepten hegte Manfred Hampach (FBL). Die Rauschenberger Feuerwehr werde in diesem Jahr auf ihr Wintervergnügen verzichten, da sie für diese Veranstaltung kein passendes Angebot finde.

Der Ausschuss kam überein, seine Arbeit im kommenden Jahr fortzusetzen, dann aber auch unter Einbeziehung der Gastronomen aus den Stadtteilen. Alllerdings sei er wenig geneigt, dann mit Rücksicht auf die Wirte erneut für 15 Uhr einzuladen, sagte Riedig.

Auf Anfrage von Michael Emmerich berichtete Manfred Barth von Verzögerungen bei der energetischen Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses Albshausen. Einige Fassadenteile seien zunächst nicht gedämmt worden. Außerdem habe es Probleme mit der neuen Haustür gegeben, die schließlich habe ersetzt werden müssen, erklärte Barth.

Derzeit fehle noch die Kücheneinrichtung. Die Auftragsvergabe für diese solle während der nächsten Magistratssitzung erfolgen, kündigte der Bürgermeister an. Seine Wiederinbetriebnahme werde das Haus wahrscheinlich beim Adventskaffee der Senioren erleben.

Ob es eine offizielle Einweihung der grundsanierten Dorfgemeinschaftshäuser in Josbach und in Albshausen gebe werde, stehe noch nicht fest, so Barth.

von Matthias Mayer

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