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Ostkreis Für Wohratal gilt: Es werde Licht
Landkreis Ostkreis Für Wohratal gilt: Es werde Licht
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21:02 28.04.2017
LED-Lampen leuchten eine Anliegerstraße in Marburg-Ginseldorf aus. Die Lampen konzentrieren ihr Licht auf den nahezu taghell ausgeleuchteten Boden. Dafür geben sie weniger Streulicht in die Umgebung ab. Foto: Matthias Mayer
Wohra

Dies macht die Umstellung auf LED-Technik möglich, wie Bürgermeister Peter Hartmann während der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in der Hofreite Wohra berichtete. Die LED-Lampen besäßen eine Dimmfunktion, deren Nutzung einen kostenneutralen Verzicht auf die Nachtabschaltung erlaube.

Derzeit wird in Wohratal die Straßenbeleuchtung zwischen 1 und 4 Uhr ganz abgeschaltet. Das Planungsbüro Step-Consult hat errechnet, dass bei gleicher Energieeinsparung die Straßenbeleuchtung nicht abgeschaltet wird, wenn die künftigen LED-Leuchten zwischen 22.30 Uhr und 4.30 Uhr um 50 Prozent gedimmt werden.

Wie zuletzt in Rauschenberg, wo das Parlament und nicht der Magistrat in dieser Angelegenheit entscheiden soll, beschäftigte die Gemeindevertreter die Frage, ob eine 50-Prozent-Beleuchtung ausreichend sei. Step-Consult sieht eine Einhaltung der Verkehrssicherungspflicht selbst bei einer Dimmung auf 40 Prozent als gewährleistet an. Peter Hartmann kündigte an, dass bei einer unzureichenden Beleuchtung nachgebessert werde. Jede einzelne LED-Leuchte sei auf eine bestimmte Leistung programmierbar.

Die Gemeinde hat inzwischen den Auftrag für die LED-Umstellung an die Firma Energie Netz Mitte vergeben. Der Angebotspreis von brutto 163592,25 Euro bewege sich im Rahmen die KIP-Fördermittel, die das Land Hessen der Gemeinde für das Projekt zur Verfügung stelle, sagte der Bürgermeister und Kämmerer.

Peter Hartmann informierte die Gemeindevertretung zudem über die zum 18. April erfolgte Einstellung von zwei Wohrataler Bürgern, die sich mit je 19,5 Stunden eine Stelle in der Gemeindeverwaltung teilen. Der Gemeindevorstand habe die Stelle auf ein halbes Jahr befristet. Die Stelle sei seit dem 1. Juni vakant. Eine Mitarbeiterin befinde sich seit diesem Zeitpunkt in zeitlich befristeter Rente bis zum 31. Mai 2018. Eine Festanstellung der beiden neuen Mitarbeiter sei wegen den Beratungen zur Bildung einer Verwaltungsgemeinschaft mit Rauschenberg nicht möglich. Der Bürgermeister hatte die Neubesetzung mit Personalnot und Arbeitsüberlastung in der ­Gemeindeverwaltung begründet.

Externes Fachwissen und externe Arbeitskraft auf dem Gebiet der Ausschreibungen und Auftragsvergaben will die Gemeinde künftig beim Landkreis einkaufen. Der hat eine zentrale Vergabe- und Submissionsstelle eingerichtet, die auch die kreisangehörigen Städte und Gemeinden nutzen können. Die Gemeindevertretung ermächtigte den Gemeindevorstand, eine dafür notwendige öffentlich-rechtliche Vereinbarung mit dem Landkreis anzuschießen.

Durchbruch für dasFeuerwehrhaus Halsdorf

Einen Durchbruch gibt es in Sachen Erweiterung des Halsdorfer Feuerwehrgerätehauses. Wie der Bürgermeister berichtete, besteht hier in zweierlei ­Hinsicht Handlungsbedarf:

  • Das Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Halsdorf stammt aus dem Jahr 1989 und muss ersetzt werden durch ein Fahrzeug HLF 10/6. Wie bei allen neuen Feuerwehrautos ist dieses Auto deutlich größer als das Vorgängermodell und passt folglich nicht in die Garage. n Es besteht die in Halsdorf noch nicht umgesetzte Verpflichtung, Fahrzeughalle und Umkleidespinde voneinander zu trennen. Das soll im Zuge der Erweiterung geschehen.

Ursprünglich sollte die neue Garage an die alte Fahrzeughalle angebaut und die alte Halle für Umkleidemöglichkeiten umgebaut werden. Aus räumlichen Gründen wäre dies nur mit Grenzbebauung möglich gewesen, für die es aus der Nachbarschaft nicht die erforderliche Zustimmung gab.

Als Alternative biete sich der Anbau der Garage hinter dem Gebäude an. Die Gemeinde habe jetzt die Gelegenheit, dort einen 600 Quadratmeter großen Geländestreifen aus privater Hand zum marktüblichen Preis zu erwerben, erklärte Peter Hartmann. Die neue Fahrzeughalle solle mit einer Schleuse mit dem Altbestand verbunden werden. Die Planungen für die Umkleidemöglichkeiten in der alten Fahrzeughalle blieben bestehen. Die Finanzierung solle über Haushaltsreste und nicht verausgabte Mittel aus dem Umbau des Langendorfer Feuerwehrgerätehauses erfolgen.

Die Gemeindevertretung stimmte dem Ankauf des Grundstücks einstimmig zu.

von Matthias Mayer

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