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Für Mira geht ein Traum in Erfüllung

Miss Hessen 2014 Für Mira geht ein Traum in Erfüllung

Zweite, Dritte, Vierte... Seit dem Jahr 2008 nimmt Mira Heinen mit guten Ergebnissen an Miss-Wahlen teil. Nun endlich darf sie sich eine Siegesschärpe umhängen und ein Krönchen aufziehen.

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Die Rauschenbergerin Mira Heinen ist Miss Hessen 2014. Verheiratet durfte sie nicht sein, aber der Hund an ihrer Seite ist für die Miss Germany Corporation kein Problem.

Quelle: Nadine Weigel

Rauschenberg. Nie und nimmer werde sie weinen - falls es irgendwann zu einem Titelgewinn bei einer Miss-Wahl reichen sollte. Das hatte sich Mira Heinen aus Rauschenberg fest vorgenommen. Als sie am Sonntag in Gießen jedoch das lang ersehnte Krönchen auf dem Kopf trug und die Schärpe umhängen hatte, war es um den Vorsatz geschehen und Tränen kullerten über das schöne Gesicht der frisch gekürten Miss Hessen.

 

„Ich weiß auch nicht. Es war einfach ein sehr emotionaler Moment“, sagt die 25-Jährige - die sich eigentlich gar nicht zu große Hoffnungen gemacht hatte: Mit Platz drei wäre sie angesichts der Konkurrenz auch zufrieden gewesen, erinnert sie sich an ihre ursprüngliche Einschätzung der Chancen.

Die Kandidatinnen zur Wahl der Miss Hessen stehen am 05.01.2014 in Gießen (Hessen) am Ende des zweiten Durchgangs auf der Bühne. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

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Tatsächlich erntete sie rund 300 Punkte mehr als die Zweitplatzierte Miriam Möller (Frankfurt) und die Drittplatzierte Sarah Stroh (Wettenberg) - die Heinen als Favoritinnen auf den Sieg angesehen hatte.

Wahrscheinlich sei genau dies ausschlaggebend dafür gewesen, dass es diesmal für Platz eins reichte, vermutet die neue Miss Hessen: „Da ich mit nichts gerechnet habe, war ich vermutlich lockerer als sonst.“

Und das, obwohl sie sich eigentlich gar nicht so wohl gefühlt hatte: „Irgendwie hatte ich zu wenig gegessen und getrunken.“ Nichtsdestotrotz seien ihre Auftritte in Bikini, Abendkleid und Brautmode sowie das Interview zur Person gut gelaufen: „Ich war mit mir zufrieden. Ich hatte keine großen Versprecher, habe mich richtig bewegt und gelächelt. Ich war so, wie ich bin“, berichtet Heinen, die sich selbst als Perfektionistin bezeichnet: „Bei mir muss nur eine Strähne schief liegen, schon bin ich unzufrieden.“

Im Alltag könne es aber durchaus vorkommen, dass sie auch ungeschminkt aus dem Haus geht: „Damit habe ich überhaupt keine Probleme.“ Apropos Alltag: In dem ist sie seit Dienstag wieder angekommen - wenn auch in einem anderen Alltag als sonst. Den Montag hatte sich die Verwaltungsangestellte, die in der Wirtschaftsverwaltung am Fachbereich Biologie der Philipps-Universität tätig ist, noch frei genommen.

Zurück im Arbeitsleben wurde sie dann erst einmal mit Glückwünschen überhäuft. „Mein Chef Markus Hilgenberg behandelte mich wie eine Prinzessin“, freut sie sich und betont: „Normalerweise hole ich die Post - diesmal bestand er jedoch darauf, dies selbst zu erledigen.“ Noch dazu genehmigte er ihr den spontan eingereichten Urlaub, schließlich darf Heinen dank des Titelgewinns ab dem 17. Januar am Missen-Camp und den Vorbereitungen auf die Miss-Germany-Wahl am 8. Februar teilnehmen.

„Ich bin ein ehrgeiziger Mensch“

Einmal sich für dieses Camp und die anschließenden Wahl zu qualifizieren - das war das große Ziel von Mira Heinen: „Damit ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, betont die 25-Jährige, die im Jahr 2008 eher durch Zufall ihre Begeisterung für Miss-Wahlen entdeckt hatte. Beim Einkaufen wurde sie angesprochen, ob sie nicht Lust habe, an einem Casting teilzunehmen.

Nach der gelungenen Premiere kam dann ihre Mutter auf sie zu und schlug ihr vor, an der Wahl zur Miss Marburg teilzunehmen - einen entsprechenden Hinweis hatte sie in der Oberhessischen Presse entdeckt. Was folgten waren zahlreiche Wettbewerbe, bei denen es zwar zu guten Platzierungen reichte - doch nie zum Sieg. „Das hat mich zusätzlich angestachelt. Ich bin eben ein ehrgeiziger Mensch“, erklärt sie.

Ihren Traum aufzugeben, sei nicht in Frage gekommen. Entscheidend sei gewesen, im Jahr 2012 zur Vize-Miss Oberhessen gewählt zu werden: „Da hat es klick gemacht.“ Im Jahr 2013 folgte dann jedoch ein kleiner Rückschlag: Bei der Wahl zur Miss Hessen habe sie im Verlauf der mehrstündigen Veranstaltung viel positives Feedback erhalten: „Als ich nach Hause fuhr und nicht gewonnen hatte, war ich natürlich enttäuscht und fragte ich mich, warum ich trotz des vielen Lobes nicht gewonnen hatte.“

Miss Miras Facebook-Seite

Diese Phase dauerte aber nicht lange: „Es gab zusätzliche Motivation, dranzubleiben.“ Und das hat sich gelohnt, wie sich am Sonntag bei der von William-Balser-Euromodel für die Miss Germany Corporation ausgerichteten Veranstaltung zeigte.

Seitdem nimmt sie auf verschiedenen Kanälen Glückwünsche entgegen - am meisten auf Facebook.

Nach zahlreichen persönlichen Nachrichten und Freundschafts-Anfragen hat sich Heinen entschlossen, als Miss Hessen eine Seite für Fans einzurichten: „So kann ich das Private privat halten - und die Miss Hessen ist die Miss Hessen.“Motorradfahren, Standard- und Lateintänze, Shoppen und Sport gibt die 25-Jährige als Hobbys an - egal ob als Mira Heinen oder als Miss Hessen.

„Ich mache jeden Tag Sport. Das ist fast wie eine Sucht“, ergänzt sie und kommt im Laufe des Gesprächs zu ihrer Leidenschaft für Schokolade: „Ich liebe Schokolade. Wenn ich sie im Haus habe, muss ich sie auch essen - ein Stück abbrechen und die Tafel dann weglegen, das geht nicht.“ Aus Gründen des „Selbstschutzes“ kaufe sie daher höchstens kleine abgepackte Rationen, die in Supermärkten an den Kassen zu finden seien.

Am 17. Januar beginnt für Mira Heinen das Missen-Camp. Los geht es im Europapark Rust. Einen Tag später führt sie der Weg nach Berlin ins Tropical Island zu Laufsteg- und Interview-Training, Knigge-Kurs und den Vorbereitungen auf eine kleine Talent-Show. Womit die Rauschenbergerin da aufwartet, hält sie (noch) geheim. Nach zehn Tagen in der Hauptstadt geht es zurück nach Rust zum weiteren Proben.

Am 8. Februar heißt es dann Daumen drücken für die Vertreterin Hessens beziehungsweise des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Und wer weiß schon, was passiert - die Entscheidungen sind schließlich stets vom Geschmack der Jurymitglieder abhängig. „Die einen mögen blond, die anderen brünett“, sagt das 1,68 Meter große und 50 Kilo schwere Model mit den Maßen 75/60/81, das sich allein schon auf das Dabeisein freut.

„Die Konkurrenz ist stark: Bei der Wahl zur Miss Germany sind noch 23 wunderschöne Mädchen mit dabei. Ich freue mich aufs Mitmachen.“ „Ein Platz in den Top acht wäre phänomenal“, antwortet sie auf weitere Nachfragen - sie stapelt also tief und gibt sich bescheiden. Am Sonntag hat das ja bekanntlich geholfen...

von Florian Lerchbacher

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Miss Hessen 2014

Mira Heinen aus Rauschenberg ist zur Miss Hessen 2014 gekürt worden.

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