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Frühling – auch für das Auge

Niederkleiner Ostermarkt Frühling – auch für das Auge

Gerhard Linker schafft mit seiner Säge kleine Kunstwerke aus Holz. Neben ihm präsentierten viele weitere Stände Frühlingshaftes auf dem Niederkleiner Ostermarkt.

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Erna und Gerhard Linker vor ihrem Stand mit den selbst gefertigten Kunstwerken aus Holz.

Quelle: Klaus Böttcher

Niederklein. Zum 19. Mal veranstaltete die Tanz- und Brauchtumsgruppe im Bürgerhaus einen Ostermarkt und stimmte die Besucher auf den Frühling und das Osterfest ein. Dichtes Gedränge herrschte besonders am Nachmittag im „Gleer Hasenbau“ wie die Niederkleiner ihr Bürgerhaus nennen. In einem großen Viereck waren rund 20 Stände aufgebaut, an denen es viele frühlingshafte oder österliche Kunstwerke zu sehen und zu kaufen gab.

In der Mitte des großen Saals waren schön dekorierte Tische aufgebaut, an denen sich die Marktbesucher den leckeren Kuchen der Tanz- und Brauchtumsgruppe zum Kaffee schmecken ließen. Aber auch die frühen Marktbesucher wurden um die Mittagszeit mit Kartoffelsalat, Würstchen und Frikadellen verwöhnt.

An den Ständen reichte das Angebot von selbst hergestellten Marmeladen oder Likören, über Näh- und Töpferarbeiten bis zu Kunstwerken aus Holz oder Wachs. Schmuck, Frühlingssträuße und Gestecke rundeten das vielfältige Angebot ab. Mit jeweils einem Stand waren auch der Niederkleiner Kindergarten und die Kolpingfamilie des Ortes vertreten.

Doch was wäre ein Ostermarkt ohne bemalte Ostereier? Beim Bemalen der Eier ließ sich Karl-Heinz Mai aus Momberg gerne zusehen. Andere Hobbykünstler arbeiten lieber zu Hause im Kämmerchen und präsentieren ihre Arbeiten dann auf dem Markt.

So auch Paul-Gerhard Linker, dessen Hobby schon über 20 Jahre die Laubsägearbeit ist. Vor zehn Jahren habe ihn die Stadtallendorfer Künstlerin Elfi Graf angesprochen und ihn für den Kunstmarkt gewonnen. Da ist der Erksdorfer auf den Geschmack gekommen und bietet bei Märkten seine Kunstwerke an. „Ich bin nicht auf den Euro angewiesen – ich mache es, weil es den Leuten gefällt“, sagt er.

Als Werkstatt dient Linker ein warmer Kellerraum in seinem Haus, in dem er das Winterhalbjahr viele Stunden verbringt. Dort arbeitet er mit einer elektrische Laubsäge an seinen kleinen Kunstwerken. „Ich lege fünf Holzplatten übereinander, denn bei einer Platte bricht mir was aus“, berichtet Linker von seiner speziellen Technik.

Damit die fünf Brettchen nicht auseinanderrutschen fixiert er sie mit ein wenig Holzleim. Nach dem Aufmalen des Motivs, beginnt Linker mit dem Sägen. Die meisten seiner Kunstwerke werden nicht angemalt. „Die Leute mögen das lieber so“, sagte er.
Wenn Figuren angemalt werden sollen, übernimmt das seine Frau Erna. „Sie macht die Feinarbeiten und hat die Ideen“, sagt Linker. Für Erna Linker ist die Freizeitaktivität ihres Mannes ein beruhigendes Element: „Ich bin froh über sein Hobby, wenn er im Keller sitzt, weiß ich wo er ist.“

von Klaus Böttcher

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