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Ostkreis Freibad bekommt ein Lama-Gehege
Landkreis Ostkreis Freibad bekommt ein Lama-Gehege
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20:01 14.05.2018
Sie freuen sich auf die neue Saison (von links): Fördervereinsvorsitzender Manfred Barth, Bürgermeister Michael Emmerich, Bade­aufsicht Marlon Marth und Schwimmmeisterin Silke Hackfurth. Quelle: Matthias Mayer
Rauschenberg

Die Vorbereitungs- und Wartungsarbeiten sind weitgehend erledigt. Größere Renovierungs- und Umbauvorhaben standen nicht an, sodass die Stadt den Wunsch des Fördervereins Freibad nach einer frühzeitigen Bad-Eröffnung erfüllte.

Das große Becken ist bereits komplett mit Rauschenberger Quellwasser gefüllt. Beim Ortstermin am Freitag war ein Unterwassersauger damit beschäftigt, Schmutzpartikel vom Beckenboden aufzusaugen. Die Solarthermieanlage auf den Dächern des Bades haben das Wasser bereits von 8 auf 15 Grad erwärmt. Bis zum Pfingstsonntag soll die Rauschenberger Wohlfühltemperatur von 23 Grad erreicht sein – möglicherweise mithilfe der Nahwärme, an die das Freibad angeschlossen ist.

Personell hat sich nichts getan. Silke Hackfurth und Mario Selzer betreuen auch in dieser Saison hauptamtlich das Freibad und die Badeaufsicht. Zudem hat sich Marlon Barth erneut bereiterklärt, Lücken im Dienstplan bei der Badeaufsicht nebenamtlich zu schließen.

Neuer Anstrich für Eingang und Zaun

Marlon Barth berichtete vom großen Aktionstag des Fördervereins am Mittwoch, der wiederum erheblich vom Marburger Pharma-Konzern GSK unterstützt wurde. Das Unternehmen hatte im Zuge seines „Orange Day“ wieder zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für einen Tag sozialer Arbeit im Rauschenberger Freibad abgestellt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Marlon Barth verwies auf den neuen Anstrich für den Eingangsbereich und den Zaun. Außerdem wurde saubergemacht und aufgeräumt.

Michael Emmerich verwies darauf, dass es Annehmlichkeiten wie die warme Wassertemperatur, das kostenlose WLAN und den bewirtschafteten Kiosk auch in diesem Jahr gebe. Größere Investitionen seien nicht erforderlich gewesen. Allerdings habe die Stadt einen Rasentraktor angeschafft, weil die Rasenfläche für einen Handmäher letztlich zu groß sei.

Livemusik und Badeparty geplant

Und für das Mähen des Steilhangs gebe es eine ökologische Lösung. Ein Rauschenberger Lama-Halter wolle seine Tiere dort in einem umzäunten Areal grasen lassen. Das sei nicht nur für die Kinder eine Attraktion.

Für Attraktionen ist ansonsten der Förderverein mit seinen 122 Mitgliedern zuständig. „Wir versuchen, für das Freibad zu werben, neue Gäste zu gewinnen“, umschrieb der Vorsitzende Manfred Barth den Auftrag des Vereins. Dazu gehörten neue Speisen im Kiosk ebenso wie die Akustik-Lounge mit Livemusik, die Badeparty und der Spieletag für Kinder.

Sichtschutz-Hecke wird erst im Herbst gepflanzt

Nach schlimmen Erfahrungen mit dem Wetter würden diese Veranstaltungen ab dieser Saison kurzfristig nach Großwetterlage angesetzt und bei Facebook und in der OP angekündigt, erklärte Barth. Angenommen hat sich der Verein eines von Familien geäußerten Wunsches, die Rasenfläche am Parkplatz mit einer Hecke als Sichtschutz zu versehen. Wegen geplatzter Termine werde das Vorhaben wohl in die Pflanzzeit im Herbst verschoben.

Förderung durch Landesprogramm ist Ziel

Bürgermeister Michael Emmerich nutzte die Gelegenheit, die Sanierung des Freibades anzusprechen. Mithilfe des Landesprogramms „Swim“ könne das gelingen, wobei er den Sanierungsbedarf im Becken und nicht in der Schwimmbad-Technik sehe. Diese Einschätzung unterstützte sein Amtsvorgänger Manfred Barth. Die Technik sei stets gewartet und kontinuierlich erneuert worden. Ihm habe kürzlich ein Monteur berichtet, dass es in den Technikräumen anderer Schwimmbäder nicht anders aussehe wie in Rauschenberg. Das Programm Swim bevorzuge wirtschaftlich und ökologisch arbeitende Schwimmbäder.

Allein wegen des kostenlosen Quellwassers arbeite das Rauschenberger Bad extrem wirtschaftlich. Und ökologisch sei das Bad mit seiner zweiten Solarthermie-Anlage und der Nahwärme weit vorn. Michael Emmerich setzt darauf, dass die Förderung gezielt und nicht nach dem Gießkannenprinzip erfolge. Dann habe Rauschenberg gute Aussichten auf Berücksichtigung.

von Matthias Mayer