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Forstwirte von heute bauen Welt von damals

Zeitreise Forstwirte von heute bauen Welt von damals

Die Arbeiten zur Sonderausstellung „Natur auf der Spur“ schreiten zügig voran. Vor allem die Mitarbeiter des Forstamts Kirchhain sorgen dafür, dass die Attraktionen pünktlich fertig werden.

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Mitarbeiter des Forstamtes in Kirchhain „stützen“ das Mammutmodell im Heinz-Lang-Park in Stadtallendorf.

Quelle: Björn Wisker

Stadtallendorf . Da steht es nun, das Mammut. Natürlich kein echtes, denn die urzeitlichen Tiere sind ausgestorben. Aber auch das im Zelt der Sonderschau ausgestellte Modell sorgt für interessierte Blicke. Nicht nur von außen bei den am Straßenrand vorbeilaufenden Bürgern, sondern auch innendrin, bei den Arbeitern: „Das muss schon ein beeindruckendes Geschöpf gewesen sein“, sinniert Lutz Hofheinz vom Forstamt Kirchhain. Er und seine Leute sind es, die hinter der Gestaltung des Dioramas, der miniaturisierten Landschaftsnachbildung bei „Natur auf der Spur“ stecken. Acht Forstwirte achten pedantisch darauf, dass jeder Baum und jede Pflanze am richtigen Platz steht. „Hier wird großer Wert auf die Ausstellung regionaler Landstriche gelegt und deshalb geben wir uns besonders viel Mühe“, sagt Hofheinz.

Allerdings wird bei der Sonderschau nicht nur das momentane Gesicht der Natur gezeigt, sondern auch das, wie es mal ausgesehen hat – vor vielen tausend Jahren. Eiszeit, erste menschliche Besiedelung, die Munitionslager im Herrenwald während des Zweiten Weltkriegs – das alles will gestaltet werden, bevor es bestaunt werden kann. „Der Gast soll ja auf den ersten Blick erkennen, um was es sich bei welchem Modell handelt“, sagt Forstwirt Florian Zilm. Neben Schauen ist auch Fühlen angesagt. Auf dem Gehweg, der durch das Diorama führt, sinkt der Besucher plötzlich ein. „Die Idee ist, durch wippende Holzbalken ein Moor-Gefühl zu erzeugen“, erklärt Zilm. Während auf dem Gelände nebenan, wo die neun Hallen der Landesausstellung stehen, Unmengen an Kabeln, Strom und Technik zum Einsatz kommen, ist bei Natur auf der Spur Sparsamkeit angesagt. „Wir wollen Werbung fürs Rausgehen machen, die Leute für Umwelt begeistern, und nicht all die Sachen zeigen, die sie davon abhalten“, sagt Forstamtsleiter Hofheinz.

von Björn Wisker

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