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Förderung kommt bei Bauherrn an

Erfolgsgeschichte Förderung kommt bei Bauherrn an

Das Förderprogramm „Historische Ortskerne“ hat bei Stadtallendorfer Hausbesitzern einige Investitionen ausgelöst. Künftig können auch Hatzbacher davon profitieren.

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Dieses Haus in der Leide im alten Dorf gilt als ein Musterbeispiel für das Förderprogramm. Dieses Bauprojekt erhielt 2013 den hessischen Denkmalschutzpreis. Archivfoto

Stadtallendorf. Das Förderprogramm Historische Ortskerne ist eine Stadtallendorfer Besonderheit in dieser Form. Es läuft seit dem Jahr 2011. Gezielt fördert die Stadt Stadtallendorf dabei die Sanierung historischer Gebäude. Dafür gibt es entsprechend des Namens des Programms genau ­abgesteckte Fördergebiete, in der Kernstadt ist dies beispielsweise das alte Dorf.

Mit der Förderung ist ­eine fachliche Beratung und Begleitung verbunden. Die übernimmt vom Start weg das ­Büro Dr. ­Buchenauer aus Marburg. Am Donnerstagabend gab Dr. Renate Buchenauer einen Überblick über das Erreichte in Stadtallendorf. Die Zahlen unterstreichen, dass das Geld der Stadt offenbar den gewünschten Effekt ausgelöst hat. Buchenauer sprach während ihres Überblicks von einem „super zugeschnittenen Programm“ und „großer Nachfrage“.

70 Beratungen hat es seit Programmstart gegeben. Daraus folgten bisher 56 Förderanträge. Mittlerweile sind 37 Bauvorhaben abgeschlossen.

Mitunter trägt das Förderprogramm zumindest zu einer Sogwirkung bei. Renate Buchenauer stellte in Kurzform ­mehrere Bauvorhaben in der Leide in Stadtallendorfs Altstadt vor. Ein Schwerpunkt der ­Bauprojekte waren und sind dabei Fassadensanierungen und Innenausbauten, auch von bis dato leerstehenden Gebäuden. Bei 24 geförderten Projekten ging es ausschließlich um Fassaden, bei 15 allerdings um Komplettsanierungen.

Mehr und mehr greift das Förderprogramm auch in den Stadtteilen. Auch ­komplexere Bauvorhaben in Niederklein und Schweinsberg werden dabei gefördert. Dass zu der Beratung auch ein wenig Psychologie gehört, machte die Expertin ebenfalls deutlich.

Experten ermutigen manchen Eigentümer

Mancher Besitzer zögere, weil die Finanzierung nicht leicht fällt oder wegen des Umfangs des Projektes. „Manchem Besitzer muss man auch Mut machen“, so das Credo von ­Renate Buchenauer. Bei der Beratung von Interessenten werde auch bewusst sehr darauf ­geachtet, dass ein Vorhaben am Ende auch denkmalrechtlich genehmigungsfähig sei.

Einige Zahlen zum Geld, das bisher geflossen ist: Rund 580000 Euro hat die Stadt Stadtallendorf an Förderungen seit Programmstart bewilligt. Von dieser Summe sind bisher 390000 Euro ausgezahlt worden. Die Gesamtinvestitionen liegen dabei mittlerweile bei 1,76 Millionen Euro.

Und es geht weiter. 14 Bauprojekte sind aktuell in Arbeit, 2 weitere Förderanträge werden vorbereitet. Ein Ende des Programms ist politisch offenbar kein Thema mehr. Das war durchaus beim Start mal anders, als es um die Kassenlage der Stadt Stadtallendorf nicht rosig stand.

Dass sich der Bau- und Planungsaussschuss gerade jetzt mit diesem Förderprogramm beschäftigt, hatte einen aktuellen Anlass. Bisher gehörte der Stadtteil Hatzbach nicht im Fördergebiet. Dort lief bisher das Dorferneuerungsprogramm.

Seit nunmehr Ende September 2016 können keine Förderanträge mehr für private Bauvorhaben gestellt werden. Da diese Förderoption nunmehr beendet ist, sollen auch die Hatzbacher von der städtischen Förderung profitieren können. Der Ausschuss billigt diese eigentlich nur redaktionelle Änderung ohne Gegenstimmen.

  • FÖRDERUNGEN:
    Die Satzung des Förderprogramms Historische Ortskerne sieht einen Zuschuss von höchstens 25 Prozent der förderfähigen Kosten vor, maximal jedoch 25 Prozent der förderbaren Gesamtsumme. Bis zu 15000 Euro zahlt die Stadt höchstens je Projekt. Die Beratung durch das Büro Dr. Buchenauer ist für den Bauherrn dabei kostenfrei. Über die Zuschussgenehmigung entscheidet der Magistrat der Stadt.

von Michael Rinde

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