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Ostkreis Fördergeld erzielt erste Effekte
Landkreis Ostkreis Fördergeld erzielt erste Effekte
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18:48 27.09.2013
Hausbesitzer im alten Dorf haben bisher am häufigsten vom städtischen Förderprogramm Gebrauch gemacht, um historische Gebäude zu sanieren. Archivfoto: Richter
Stadtallendorf

Wer sich kurzfristig entschließt, in sein historisches Gebäude zu investieren und es damit aufzuwerten, kann theoretisch noch in diesem Jahr einen Zuschuss von der Stadt Stadtallendorf bekommen. Denn wie sich inzwischen gezeigt hat, ist das Förderprogramm historische Ortskerne in diesem Jahr noch nicht ausgereizt. Nach Bewilligung des Förderantrags hat ein Bauherr ein Jahr Zeit, um mit den Arbeiten zu beginnen.

Über sechs Anträge hat die Stadtverwaltung bisher entschieden. „Wir haben bisher rund 70000 Euro verplant“, erläutert Klaus Hütten, Leiter des Fachbereichs 4, im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Etat des Förderprogramms liegt bei 100000 Euro. Es besteht inzwischen im dritten Jahr.

Das finanzielle Engagement der Stadt hat vor allem das Ziel, historische Gebäude zu erhalten und damit Leerständen vorzubeugen oder sie im Idealfall sogar zu beseitigen. Bisher hat die Stadt Stadtallendorf rund 30 Vorhaben privater Bauherren im Stadtgebiet unterstützt. Nach grober Einschätzung von Klaus Hütten ist das Idealziel „Leerstands-Beseitigung“ bei mindestens fünf davon erreicht worden. „Bei den übrigen ist es gelungen, einen Beitrag dazu zu leisten, dass diese Häuser erhalten bleiben können“, sagt Hütten. Natürlich lasse sich nur in Ausnahmefällen sagen, ob die städtische Förderung dabei den Ausschlag für die Sanierung gegeben habe.

Im ersten Jahr waren es 11, im zweiten 15 Anträge, die die Stadt bewilligte. Das größte Interesse gab es dabei bei Gebäudeeigentümern aus dem alten Dorf. Auch in Niederklein und Schweinsberg hat die Verwaltung einige Projekte gefördert, aktuell laufen auch Vorhaben in Wolferode.

Hatzbach ist von der Förderung ausgenommen, weil dort derzeit das Dorferneuerungsprogramm greift, das ebenfalls für Gebäudesanierungen Zuschüsse gewährt - auch beispielsweise bei der Umwandlung von früheren landwirtschaftlichen Gebäuden in Wohnfläche.

Um den Erfolg empirisch bewerten zu können, müsste das Programm noch länger laufen. Geht es nach der Verwaltung, so wird das auch passieren. In der Vergangenheit war das Förderprogramm allerdings politisch nicht unumstritten.

Bei mehreren Haushaltsberatungen gab es in der Vergangenheit Kritik an der Förderung, insbesondere von der SPD-Fraktion.

n Kontakt: Auskünfte zum Programm gibt es bei der Stadtverwaltung bei Nicole Naumann, Telefon 06428/707-322. Termine für ein Beratungsgespräch können direkt mit dem Büro Dr. Buchenauer, Telefon 06421/47673, vereinbart werden.

Förderrichtlinien:

Zum Förderprogramm gehört auch eine ausführliche, von der Stadt finanzierte Beratung durch das Büro Dr. Buchenauer. Es hilft bei der Kosteneinschätzung, gibt Anregungen und unterstützt bei der Antragsstellung. Die Beratung ist auch Voraussetzung für die Genehmigung des Förderantrags.

Die Stadt gewährt Zuschüsse von bis zu 15000 Euro, maximal 25 Prozent der förderfähigen Kosten. Auch Eigenleistungen werden gefördert, dafür gilt ebenfalls die Obergrenze von 15000 Euro, maximal 40 Prozent der Materialkosten.

„Es geht uns um Transparenz“, sagt Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg über den ersten Tag der offenen Tür des Amöneburger Bauhofs, bei dem es zahlreiche Mitmach-Angebote gab.

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