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Flammen schlagen am Bettende hoch

Brandstiftung Flammen schlagen am Bettende hoch

Die Polizei fahndet nach einem 46 Jahre alten Mann. Er steht unter dem Verdacht, in einem Zimmer einer Wohnung in der Haartstraße Feuer gelegt zu haben. Gegen ihn wird auch wegen eines versuchten Tötungsdeliktes ermittelt.

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In einer Wohnung in diesem Mehrfamilienhaus brannte es in der Nacht zu Sonntag. Foto: Michael Rinde

Quelle: Rinde

Stadtallendorf. Was geschah in der Nacht zum vergangenen Sonntag in einer Wohnung in dem Mehrfamilienhaus in der Haartstraße 9. Wie die OP exklusiv berichtete, ging die Polizei am Sonntag bereits von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Unter diesen juristischen Begriff fallen verschiedene schwere Straftatbestände, Totschlag oder Mord.

Außerdem geht es um vorsätzliche Brandstiftung. „Wer nachts in einer Wohnung Feuer legt, in der sich Menschen aufhalten und schlafen, der nimmt billigend in Kauf, dass sie lebensgefährlich verletzt werden oder sterben können“, erläuterte Nicolai Wolf, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Marburg, die derzeitige Einschätzung der Ermittler gegenüber der OP. Die Ereignisse rechtfertigten einen entsprechenden Anfangsverdacht.

Am Montag gaben Staatsanwaltschaft und Polizei erstmals Einzelheiten zu den Ereignissen in der Haartstraße bekannt. Demnach befand sich offenbar ein 46 Jahre alter Mann widerrechtlich in der Wohnung, wie es in der Presseerklärung formuliert ist. „Derzeit können wir noch nicht sagen, wie er in die Wohnung kam, ob er eingebrochen ist oder anderweitig in die Räume kam, muss noch ermittelt werden“, so Sprecher Nicolai Wolf. In der Wohnung schliefen zu der Zeit, es war 3 Uhr in der Nacht, drei Menschen: die 46 Jahre alte Wohnungsinhaberin, ihr 17 Jahre alter Sohn und eine 22-jährige Besucherin.

Wie das Bett angezündet wurde, wird noch geklärt

Wie die Ermittler gestern erläuterten, bemerkten die Bewohner Flammen am Ende eines Bettes. Wer in dem angezündeten Bett geschlafen hatte, konnten die Ermittler am Montag nicht sagen. Es gelang den Bewohnern, das Feuer mit einem Eimer Wasser zu löschen. Dennoch verrauchten Zimmer und Wohnung so sehr, dass alle drei Rauchgasvergiftungen erlitten und in der Universitätsklinik in Marburg behandelt werden mussten. Wie das Bett in Flammen gesetzt wurde und ob da zum Beispiel Brandbeschleuniger verwendet wurden, ermittelt die Polizei derzeit noch, wie die Staatsanwaltschaft erläuterte. Bisher - Stand Montagnachmittag - blieb die Fahndung der Ermittler nach dem 46 Jahre alten Verdächtigen erfolglos. Offenbar gehen Polizei und Staatsanwaltschaft von einer Beziehungstat aus. Bei dem 46-Jährigen handele es sich um jemanden aus dem persönlichen Umfeld der Wohnungsinhaberin, heißt es in der Mitteilung der Strafverfolgungsbehörden von gestern Mittag.

Nachdem die Löschversuche erfolgreich gewesen waren, hatten die Bewohner vorsichtshalber trotzdem die Feuerwehr gerufen. Die Einsatzkräfte kontrollierten bei einer Brandnachschau das Zimmer auf Glutnester und belüfteten vor allem die Wohnung mit entsprechendem Gerät.

Nachbarn, die die OP bereits am Sonntagnachmittag befragte, hatten lediglich den Feuerwehreinsatz registriert. Von den offenbar kriminellen Hintergründen jenes Zimmerbrandes hatten sie nichts vernommen. Von außen ist an dem Mehrfamilienhaus kein Brandschaden erkennbar. „Für mich ist das unfassbar“, kommentierte eine Nachbarin aus einem gegenüberliegenden Gebäude den im Raum stehenden Verdacht eines versuchten Tötungsdeliktes. Ähnliche Reaktionen fanden sich auch in Einträgen in Gruppen im sozialen Netzwerk Facebook. Wann mit neuen Erkenntnissen in dem Fall ungeachtet der laufenden Fahndung nach dem 46-Jährigen zu rechnen sein wird, konnten die Ermittler am Montag noch nicht absehen.

von Michael Rinde

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Der Brand ereignete sich in einer der Wohnungen des Gebäudes in der Haartstraße. Foto: Michael Rinde

Bei einem Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Haartstraße in der Nacht auf Sonntag erlitten drei Personen Rauchgasvergiftungen.

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