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Ostkreis Fernsehen als Abschreckung
Landkreis Ostkreis Fernsehen als Abschreckung
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16:35 06.10.2013
Lilia Tetslau will für ein „unverkrampftes Miteinander“ der Menschen sorgen.Foto: Yanik Schick
Stadtallendorf

Seit 1984 findet bundesweit die Interkulturelle Woche statt, die das Ziel verfolgt, die Vielfalt der unterschiedlichen Menschen in Deutschland zusammenzubringen. In Stadtallendorf organisiert der Verein IBiS (Interkulturelle Begegnung in Stadtallendorf) das Programm.

„Immer wieder wird von Zuwanderern gefordert, sie sollen sich an ,die Deutschen‘ anpassen. Die gibt es aber gar nicht. Jeder Mensch muss sich immer wieder neu integrieren“, sagte Claus Schäfer vom Büro für Integration und Vorsitzender des IBiS zur Zielsetzung des Auftritts von Lilia Tetslau. Sie wolle diese Thematik für die Bürger kabarettistisch aufbereiten.

Für die Protagonistin des Abends selbst spielt die Frage nach der Integration auch eine ganz wichtige Rolle. „Ich kann mich zu 100 Prozent damit identifizieren“, erklärte Tetslau, die in einer Aussiedlerfamilie in Russland aufwuchs und nun seit mittlerweile 23 Jahren in Deutschland lebt. „Es war immer sehr schwierig, akzeptiert zu werden“, gab die Kabarettistin zu. So freute sie sich zum Beispiel sehr, dass ihr die Interkulturelle Woche eine Gelegenheit bot, als Künstlerin aufzutreten: „Kabarett mit meinem russischen Akzent ist eben nicht sehr gefragt.“

Mit ihrem Auftritt sorgte Tetslau dann für zahlreiche Schmunzler bei ihren Zuhörern. Zu Beginn zog sie die deutsche Bürokratie und die Politik ordentlich durch den Kakao. „Was ich mit Frau Merkel gemeinsam habe? Wenn wir etwas kaufen, kaufen wir es von meinem Geld.“

In der Folge kam sie auf einen Vergleich zwischen der russischen und der deutschen Kultur zu sprechen und lieferte auch einen „Lösungsvorschlag für das deutsche Migrantenproblem“: „Wenn Sendungen wie ,Bauer sucht Frau‘ oder ,Mitten im Leben‘ in anderen Ländern ausgestrahlt würden, dann kommt kein Ausländer mehr nach Deutschland“, behauptete Tetslau, deren vorrangiges Ziel es war, ein „unverkrampftes Miteinander“ zu schaffen: „Denn der Austausch von Kulturen ist bei Weitem noch nicht perfekt“. Schäfer pflichtete ihr bei: „Viele Menschen haben leider zu wenig Neugier, sich auf Neues einzulassen“. Vor allem in Stadtallendorf - wo der Migrantenanteil über 40 Prozent liege - müssten die Menschen offen sein für unterschiedliche Kulturen, so Schäfer - und eben das war das Anliegen der Veranstaltungen zwischen dem 23. September und dem 5. Oktober.

von Yanik Schick

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