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Feiern im Schatten des Nussbaums

Dorffest statt Kirmes Feiern im Schatten des Nussbaums

Das Himmelsberger Kirchweihfest wurde am Samstag erstmals mit einem eintägigen Dorffest gefeiert. Das traditionelle Kirmesbacken war diesmal eine besonders heiße Angelegenheit.

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Unter dem schattenspendenden Nussbaum in der Dorfmitte ließ es sich auch bei den herrschenden tropischen Temperaturen gut feiern. Die Frauen der Feuerwehrkameraden sorgen für einen reibungslosen Verkauf des beliebten Backhauskuchen (kleines Foto). Fotos

Himmelsberg. Seit den 70er Jahren wird in dem 200 Einwohner zählenden Kirchhainer Ortsteil das traditionelle Kirchweihfest von der Freiwilligen Feuerwehr Himmelsberg veranstaltet. Ebenso lange gehört zum Kirchweihfest das beliebte Kirmesbacken. Dass am Kirchweihwochenende jetzt erstmals ein Dorffest veranstaltet wird, hat gleich mehrere Gründe, wie der Vorsitzende der FFW Himmelsberg Stefan Eucker erklärt. „Die Resonanz ist in den vergangenen vier bis fünf Jahren immer weiter zurück gegangen und die Kosten sind immer weiter gestiegen“, erläutert er die Gründe. Trotz der Änderung halten die Organisatoren an der Tradition des Backhauskuchens fest.

Seit Beginn des Kirmesbackens übernimmt Reinhold Jennemann das Anheizen des Backhauses. Um sieben Uhr in der Frühe hatte er am Samstagmorgen das Feuer mit Hilfe von Reisig in dem zweihundert Jahre alten Backhaus entfacht. Inzwischen hat auch Frank Werner von der FFW Himmelsberg die Kunst des Anheizens von Jennemann erlernt, die sonst kaum mehr jemand in Himmelsberg beherrscht. Bis der Ofen 400 Grad erreicht hat und sich Glut gebildet hat, dauert es rund zwei Stunden. Nach dem Auskehren der Glut und dem reinigen des Backraums übernahm Sandra Werner das „Einschießen“ der von den Himmelsberger Frauen vorbereiteten Kuchen in den heißen Ofen. Bei Außentemperaturen von fast dreißig Grad eine heiße Angelegenheit. „Es ging trotz der hohen Temperaturen erstaunlich gut“, berichtet Werner.

Auf einem langen Kuchenbuffet präsentieren die Frauen der Feuerwehrkameraden dann am Nachmittag die große Kuchenauswahl und manchem Besucher fällt die Wahl zwischen den leckeren Mohn-, Pflaumen-, Streusel- oder Aprikosenstücke aus dem Backhaus nicht leicht. Rund 50 Besucher genießen neben dem Backhauskuchen auch die Geselligkeit unter dem Schatten spendenden Nussbaum in der Dorfmitte. Mit etwa 150 Besuchern rechnet Stefan Eucker bis zum Abend.

Ein plötzlicher Alarm ruft die Mitglieder der Einsatzabteilung allerdings dann erst einmal weg von den Feierlichkeiten. Insgesamt 90 Mitglieder zählt die Freiwillige Feuerwehr Himmelsberg, davon sind 16 Mitglieder in der Einsatzabteilung aktiv. Rund 40 Helfer sorgen für das Gelingen des Festes, das am frühen Abend dann in einen Dämmerschoppen übergeht.

Zum zweiten Mal an diesem Tag heizt dann Reinhold Jennemann das Backhaus an. So gib‘s dann am Abend neben Steaks und Bratwurst vom Grill auch Zwiebelkuchen aus dem Backhaus.

von Karin Waldhüter

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