Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Fast 1000 Rockfans feiern in der Bullenhalle
Landkreis Ostkreis Fast 1000 Rockfans feiern in der Bullenhalle
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 04.01.2014
Michael Walter (von links), Gerhard Eismann, Armin Holten und Werner Eismann trommelten auf den Vampirsarg. Quelle: Yanik Schick
Kirchhain

„Weicheier“ und „Hosenscheißer“ sollten am Abend des Neujahrsmarkts der Markthalle fern bleiben, so viel hatte die Band Softeis verlauten lassen. Fast 1000 eingefleischte Fans sowie ­rockbegeisterte Neujahrsmarkt-Besucher kamen zum Konzert in die Markthalle.

Der Softeis-Auftritt begann nach dem Auftakt durch die beiden Vorbands CrosS aus Marburg und den Mardorfer Glassbowstones mit einem Paukenschlag: Getreu dem Motto „Vampire und Filmmusik“ trat Frontmann Ronny Moucka im Stile von Graf Dracula aus einem Sarg auf die Bühne. Was folgte, war ein mehr als dreistündiges Feuerwerk mit nahezu allen Mega-Hits des Rock’n’Roll. In altbekannter Manier entzündeten vor allem die Eismann-Brüder Werner und Gerhard an der E-Gitarre musikalische Glanzlichter.

Fast 1000 Fans beim Softeis-Konzert am Abend des Neujahrsmarkts in Kirchhain.

Bei Songs wie „Who Wants to Live Forever“ von Queen oder „Livin’ On A Prayer“ von Bon Jovi stieg die Stimmung bei den Zuhörern in der Halle schon früh „bis unter das Dach“.

Dass die Softeis-Mitglieder auch optische Imitationskünstler sind, bewies Sänger Ronny Moucka, als er - als Tina Turner verkleidet - „Simply The Best“ anstimmte. Ergänzt von Gastsängerin Frederike Kreh und Gitarrist Alex Pöltl rockten die Gäste unter anderem bei „Come Together“ (The Beatles), „Rockin’ All Over The World“ (Status Quo) und „Highway To Hell“ (AC/DC) bis spät in die Nacht.

Nach dem Ende des Abends war Gerhard Eismann aus dem Häuschen: „Das war eines der besten Konzerte, die wir in Kirchhain jemals gegeben haben.“ Ronny Moucka sah das genauso: „Es war fantastisch. Einfach unglaublich“, so der Frontmann. Den Grund dafür sahen die Bandmitglieder im Veranstaltungsort. Denn nach 16 Jahren des traditionellen Auftritts zum Neujahrsmarkt im Bürgerhaus war die Band erstmals in die Markthalle ausgewichen. Die Sanierung des Bürgerhauses dauert derzeit noch an (die OP berichtete).

Softeis-Fans loben Überraschungseffekt

Die Wahl der Markthalle war ein voller Erfolg, wie sich herausstellte. „Die Atmosphäre war der Hammer“, stellte Werner Eismann im Anschluss fest. „Es hat sich bezahlt gemacht, dass wir etwas Neues versucht haben“, sagte Gerhard mit Blick auf das Motto. So hatte Softeis unter dem Thema Filmmusik mit „Love and Let Die“ von Paul McCartney sowie „Golden Eye“ von Tina Turner Titellieder zweier James-Bond-Filme gespielt.

Dass das eigentliche absolute Markenzeichen der Band, „Smoke on the water“ von Deep Purple diesmal nicht Teil des Konzerts war, überraschte zwar zahlreiche langjährige Softeis-Fans, tat der Stimmung in den Augen der Band-Mitglieder aber keinen Abbruch. „Man muss auch mal ein Stück weglassen können“, erklärte Gerhard Eismann.

Bereits ihr siebtes Softeis-Konzert besuchte Johanna Frankereich an diesem Abend. „Die Band ist zu einer Konstanten in unserer Region geworden“, lobte die Zuhörerin und freute sich darüber, dass sich die fünf Musiker wieder einmal mit dem besonderen Motto „etwas ausgedacht haben“.

Bernd Nau, der immer mal wieder bei Softeis ist, war vor allem von den Oldies begeistert.

von Yanik Schick