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Farbanschlag auf Wohnhaus aus politischen Motiven?

AfD bezieht Stellung Farbanschlag auf Wohnhaus aus politischen Motiven?

Am Montag berichtete die OP über einen Eierwerfer, der Hauswände in Kirchhain beschädigte. Zu der Tat meldet sich die AfD zu Wort. Es handele sich um eine "politisch motivierte Straftat", die sich gegen Hausbewohner Eric Markert richte. Markert ist AfD-Direktkandidat bei der Landtagswahl 2018.

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AfD-Kommunalpolitiker Eric Markert aus Kirchhain fühlt sich als Opfer eines politisch motivierten Anschlags, nachdem Eierwerfer sein Wohnhaus in Kirchhain mit Farbe beschädigten.

Quelle: Archiv

Kirchhain. Für die AfD teilt deren Kreistagsfraktions-Vorsitzender Karl Hermann Bolldorf mit, dass ein Strafantrag gestellt werde. Die Tat sei "besonders niederträchtig" da Eric Markert nur Mieter in dem Haus in der Gartenstraße sei. Vermieter und eine weitere Mieterin seien geschädigt worden, so eine Seniorin, bei der das Fenster geöffnet und die Wohnung aufgrund von  hereinspritzender Farbe beschädigt worden sei. Der Stress durch den Farbanschlag und die anschließende Polizeiermittlung habe bei der Seniorin zu gesundheitlichen Problemen geführt.

AfD-Kreistagsfraktion und AfD-Kreisverband verurteilen die Tat und schreiben in einer Pressemitteilung vom Montagabend, dass nach verschiedenen Übergriffen auf Häuser und Autos von AfD-Vertretern nun eine "weitere Stufe des linken Terrors" erreicht sei.

Schon am 19. Juli sei der AfD-Kreistagsabgeordnete und Direktkandidat Eric Markert in Marburg mit Pfefferspray bedroht und als Nazi beleidigt worden. "Jedem klar denkenden Menschen erschließt sich, dass der Farbanschlag in der vergangenen Nacht nun ein weiterer Angriff mit politisch motiviertem Hintergrund ist", sagt AfDler Bolldorf.

Die AfD-Fraktion und der AfD-Kreisverband fordern den oder die Täter auf, sich "einem politischen Diskurs zu stellen, der sich auf dem Boden des Grundgesetzes bewegt".

Indes ermittelt die Kripo Marburg nach dem  Farbanschlag. "Es könnte sich um eine politisch motivierte Straftat handeln, aber wir legen uns darauf nicht fest", sagt Polizeisprecher Martin Ahlich auf Nachfrage der OP.

von Carina Becker-Werner

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