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Fackelschein sorgt für Urlaubsflair im Freibad

Nachtschwimmen Fackelschein sorgt für Urlaubsflair im Freibad

Am Mittwoch war der bisher heißeste Tag des Jahres. Was könnte es da Schöneres geben als sich bis in die Nacht hinein ins kühle Nass zu stürzen? Im Stadtallendorfer Freibad war das möglich.

Stadtallendorf. Kräftig hatte Sarah Wiegand von den Stadtwerken die Werbetrommel für das alljährlich stattfindende Nachtschwimmen im Freibad gerührt und war so unverhofft sogar zu einem Radioauftritt gekommen. Eigentlich hatte sie nur eine Mail an einen Radiosender geschickt, damit dieser auf den besonderen Event hinweisen sollte. Doch dann war ganz überraschend aus dem Studio Mittelhessen ein Aufnahmeteam aus Gießen bei den Stadtwerken vorbeigekommen, um ein Interview mit ihr zu führen.

Gelohnt hat sich der Einsatz allemal, denn bei Mittelmeertemperaturen um die 30 Grad herrschte mit Beginn des Nachtschwimmens reger Betrieb im Becken. Über den Tag verteilt hatten bereits 1200 Badegäste in dem kühlenden Nass Erfrischung gesucht. Nach dem bisher verregneten Sommer waren das gute Zahlen für die Badbetreiber. „Im Verlauf des Abends kamen noch einmal zwischen 400 und 500 Badegäste hinzu“ schätzte der Leiter der Stadtwerke Giselher Pontow im Gespräch mit dieser Zeitung. Auf Liegestühle liegend das Ambiente genießen, oder sich vom Sprungbrett aus ins Nass stürzen, da stellte sich bei den Badegästen das Urlaubsflair schnell ein.

Einen besonderen Badespaß bot für die jugendlichen Badegäste der aufblasbare „weiße Hai“, der mit Beginn des Nachtschwimmens ins Nichtschwimmerbecken gelassen worden war. Mit Einbruch der Dunkelheit beleuchteten Fackeln das glitzernde Wasser und ein Lagerfeuer lud zum Verweilen ein. „Das Nachtschwimmen mit seiner besonderen Atmosphäre und der ungewöhnlichen Öffnungszeit bis Mitternacht wird von den Badegästen als sehr attraktiv angesehen“, verdeutlicht der leitende Schwimmmeister Horst Kraft.

Diese besondere Nachtveranstaltung im Freibad erfordert von den Verantwortlichen aber auch besondere Sicherheitsvorkehrungen. Zum einen sorgen extra installierte Strahler für die wichtige Beleuchtung des Beckens und des Sprungbereichs, zudem bietet die DLRG Ortsgruppe Stadtallendorf Unterstützung bei der Aufsicht an. Sie war am Mittwoch mit fünf Mitgliedern vor Ort. „Ohne die Unterstützung durch die DLRG ginge es nicht“, verdeutlicht auch Giselher Pontow.

von Karin Waldhüter

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