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„Fachleute wären hilfreich für Planer“

Veranstaltungs-TÜV „Fachleute wären hilfreich für Planer“

Die Loveparade-Katastrophe in Duisburg, die 21 Todesopfer forderte, hat eine bundesweite Diskussion über die Einführung eines „Veranstaltungs-TÜVs“ ausgelöst.

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Am 3. Juni drängten sich in der Stadtallendorfer Bahnhofsunterführung die Menschen. Es gab eine Einbahnregelung.

Quelle: OP

Stadtallendorf. Donnerstag, 3. Juni: An diesem Tag drängen sich beim Hessentag 190.000 Besucher in Stadtallendorf. Weltstar Pink ist zu Gast. In der Bahnhofsunterführung muss der Fußgängerverkehr geregelt werden. So viele Menschen drängen sich in die Innenstadt oder wollen zu den Bahngleisen. Alles verläuft glatt, zumal sich Stadt und Polizei auf diese Situation eingestellt hatten. Etwa zweieinhalb Jahre dauerten die Vorbereitungen für den Juliäums-Hessentag. Seit diesem Großereignis gibt es in Stadtallendorf einige Erfahrungen was die Sicherheitsplanung angeht.

Im Rathaus wurde vor diesem Hintergrund in den vergangenen Tagen auch intensiv über die Ereignisse bei der Loveparade in Duisburg gesprochen. 21 Menschen starben in Folge einer Panik in einem Tunnel Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft drängt seitdem auf die Einführung eines „Veranstaltungs-TÜV“. Hubertus Müller, Leiter des Fachbereichs „Sicherheit und Ordnung“ in der Stadtallendorfer Stadtverwaltung und Mitglied im „Hessentags-Team, hielte eine solche Institution für sinnvoll: „Kompetente Fachleute von außen wären bei Großveranstaltungen hilfreich für die Planer.“

Stadtallendorf kaufte diesen zusätzlichen externen Sachverstand ein. Die Stadtverwaltung bediente sich seinerzeit eines externen Ingenieurbüros, dass die Verwaltung in der Zeit vor dem Hessentag und während der zehn Veranstaltungstage begleitete. Sicherheitsfragen führen bei der Planung auch immer wieder zu Veränderungen: Bereits im Vorfeld entschied sich die Stadt, den ursprünglich geplanten Verlauf der Hessentagsstraße noch einmal zu verändern. Statt nur auf die Bahnhofsunterführung zu setzen, wurde auch die Unterführung am Einkaufszentrum einbezogen. Das Open-Air-Gelände, wie alle Veranstaltungsflächen vom Kreisbauamt überprüft, hatte Sicherheitszonen, auf die Konzertbesucher bei Gefahrensituationen oder Panik hätten ausweichen können. „Es gab konkrete Pläne für den Fall einer Panik“, unterstreicht Müller.

von Michael Rinde

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