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Ex-Schüler beklagen rohe Gewalt

Stiftsschule Amöneburg Ex-Schüler beklagen rohe Gewalt

Aufgewühlt durch die laufende Berichterstattung über Missbrauchsvorwürfe im ehemaligen Schülerheim der Stiftsschule melden sich frühere Heimbewohner und Schüler zu Wort.

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Ehemalige Schüler der Stiftsschule in Amöneburg erheben schwere Vorwürfe gegen einen der früheren Schulleiter. Archivfoto

Amöneburg. Sie beziehen sich auf die 50er- und 60er Jahre und berichten von extremer Gewalt und Rohheit des damaligen Schulleiters. Im Gespräch mit der OP berichtet beispielsweise Dr. Bernd Greiten von Prügelattacken gegenüber den jungen Schülern, die weit über das damals erlaubte Maß hinausgegangen sein sollen. „Viele Schüler aus dieser Zeit sind bis heute traumatisiert“, sagt Greiten. Er verlangt vor allem vom Bistum in Fulda, die Vorgänge jener Zeit aufzuarbeiten und die Person des Schulleiters neu zu bewerten. In Amöneburg wurde aufgrund der Verdienste um den Aufbau der Schule eine Straße nach jenem Schulleiter benannt.

Das Bistum sagt Aufklärung zu. „Wir bitten auch Gewaltopfer, sich mit uns in Verbindung zu setzen“, erklärt Bistumssprecher Christof Ohnesorge. Inzwischen hat das Bistum auch eine Anwaltskanzlei beauftragt, als unabhängiger Ansprechpartner für Missbrauchsopfer in katholischen Einrichungen bereitzustehen.

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Missbrauchsfall Amöneburg

Im Jahr 1976 wurde Stephan Hoffmann im früheren Schülerheim der Stiftsschule von einem Erzieher zweimal sexuell missbraucht.

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