Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
"Es war eine Freude, Euch zuzuhören"

Chor Cantamus "Es war eine Freude, Euch zuzuhören"

"Leise rieselt der Schnee": Mit diesem klassischen Adventslied des evangelischen Pfarrers Eduard Ebel sang sich der Chor "Cantamus" am Samstagabend in die Herzen der Zuhörer.

Voriger Artikel
Der Trend geht zur Zweitpfanne
Nächster Artikel
Eine Gemeinde verliert ihr zu Hause

Dirigiert von Carmen Dönges sang der Chor Cantamus in der Trinitatiskirche. Foto: Karin Waldhüter

Neustadt. Während des Konzertes hatte sich der Chor, unter der Leitung von Carmen Dönges, auf die Fahnen geschrieben, dem Publikum gute Musik auf nicht alltäglichem Niveau zu bieten. Die ambitionierten Sängerinnen und Sängern, widmeten sich eine Stunde lang sowohl klassischen Adventsliedern, amerikanischen Weihnachtsliedern, als auch überraschenden Interpretationen bekannter Stücke.

Wie fein aufeinander abgestimmt und ausbalanciert der Chor singt, zeigte sich einmal mehr in Jochen Kleppers und Andrea Buchers Lied „Die Nacht ist vorgedrungen“. Mit weicher Intonation begleitete Franziska Sack die Sänger an der Querflöte, teilweise instrumental unterstützt von Jürgen Berkei am Piano und Pfarrer Matthias Krieg an der Gitarre und der Mundharmonika. Dabei erfreute sich das Weihnachtskonzert wenige Tage nach den Weihnachtsfeiertagen einem regen Publikumszuspruch.

Basssänger Andre Schlipp glänzte an diesem Abend nicht nur stimmlich, sondern auch als unterhaltsamer Moderator, der mit Hintergrundinformationen zu den einzelnen Stücken, Weihnachtsgedichten- und Geschichten sowie nachdenklich stimmenden Texten die musikalischen Beiträge ergänzte. Wie wandelbar und harmonisch sich die Sopran- und Altstimmen von Maria-Kristina Zäh, Tanja Balzer, Daniela Forst und Franziska Sack, mit den beiden Tenören Heinz-Jürgen Schmitt und Jürgen Berkei und den Bassstimmen des Fuldaer Pfarrers Matthias Krieg und Andre Schlipp ergänzten zeigte das Lied „Ave Maria“ und das russische Wiegenlied „Bajuschki baju“ von Karl Haus.

Zudem brachte der Chor die wunderbare Weihnachtsstimmung in dem Lied von Peter Strauch „In der Nacht von Bethlehem“ zur Geltung. Seine stilistische Bandbreite skizzierte der Chor mit einem extra eingeflogenen Chorsatz, nach einem Arrangement von Dan Forrest, in „The first Noel“.

Mit dem vielleicht bekanntesten Weihnachtslied der Welt „Stille Nacht, heilige Nacht“ verzauberte der Chor stimmungsvoll mit dem nicht so ganz vertrauten Arrangement „Night of silence“. Auf die selbstgestellte Frage, was der Chor mache, wenn es schneit, antworteten die Musiker mit dem fröhlichen „Let it snow“.

Chor entstand aus einem Freundeskreis

Bevor der Chor die Besucher mit dem beschwingten und populären Ohrwurm „Felize Navidad“ von Lorenz Maierhofer nach Hause schickte, baten die Sänger noch um eine Spende, die für die Opfer des Taifuns Hayan bestimmt war. „Es war eine Freude euch zuzuhören“, brachte es nach dem lang anhaltenden Schlussapplaus Simone Taschner vom Pfarrgemeinderat auf den Punkt. Sie lud die Sänger zu einem erneuten Konzert nach Neustadt ein.

Entstanden ist der Chor Cantamus aus einem Freundeskreis von Sängerinnen und Sängern, die mittlerweile von Fulda über Neustadt, Stadtallendorf, Niederklein, Stausebach, Marburg bis Heidelberg verstreut leben und die das gemeinsame Musizieren verbindet.

von Karin Waldhüter

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr