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Ostkreis Es qualmt bei der Lesenacht
Landkreis Ostkreis Es qualmt bei der Lesenacht
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19:03 17.04.2014
Chemiker Karl-Heinz Muth zog die Brachter Schüler mit seinen Trockeneis-Experimenten in seinen Bann. Foto: Karin Waldhüter
Bracht

Es brodelt und qualmt gehörig aus drei Gefäßen. Neugierig scharren sich die Schüler um einen Tisch. Chemiker Karl-Heinz Muth weiß, wie er ihr Interesse weckt. Zusammen mit seinen beiden Söhnen Leon und Tibor sorgt er für noch mehr „Alchemisten-Atmosphäre “ und wirft ein weiteres Stückchen Trockeneis ins Wasser. Sofort beginnt es wieder zu qualmen und zu brodeln.

„Ist das Wasser heiß oder kalt?“, fragt er in die Runde. „Kalt“ antwortet ihm die Schülerschar wie aus einem Mund. „Wo geht der Dampf hin, und wird der Löffel heiß, wenn ich ihn in das brodelnde Wasser tauche?“, fragt der Chemiker, der sonst im Marburger Chemikum Kinder in die Welt der Chemie einführt und auch den Brachter Schülern verschiedene Experimente mitgebracht hat.

Nur ein Klassenraum weiter ist die „Mitmachwerkstatt“ eingerichtet. Isabell Kranz und Ruth Aillaud haben verschiedene Experimentier-Stationen eingerichtet. Konzentriert lösen Mira, Joline, Annika, Lena, Elias und Tim verschiedene Knobelaufgaben, andere Schüler beobachten, wie ein Ei in einer Flasche verschwindet oder machen mit Gläsern Musik.

Die Lesenacht stand unter dem Motto „Forschung und Wissenschaft“. Zum 15. Mal hatte „Bracht aktiv“ unter der Regie von Regina Kranz und Astrid Aillaud und mit Unterstützung zahlreicher Betreuer alle Grundschüler dazu eingeladen.

„Die Kinder freuen sich auf den Abend und sind mit großer Begeisterung dabei“, berichtet Astrid Aillaud. „Wir wollen auch zeigen, wie viel Lebensqualität verloren ginge, wenn die Schule in Bracht wegfällt“, betont Regina Kranz, die auch die Bücherei betreut.

Begonnen hatte die Lesenacht um 18 Uhr mit dem „Lesenachtlied“ und dem Vorlesen von Geschichten in fünf verschiedenen Gruppen. Sarah Schneider, Ruth Aillaud, Jutta Schäfer, Regina Kranz und Katharina Göbeler - sie ist seit den Anfängen dabei -hatten zum Thema passende Geschichten herausgesucht, zum Beispiel „Doktor Proktors Pupspulver“ von Jo Nesbo. Die Eltern gestalteten zudem ein reichhaltiges Buffet mit vielen Leckereien. Im Verlauf des Abends erwartete die Kinder noch eine Filmvorführung, weitere Vorlesegeschichten und das Bettenbauen. Mit einem gemeinsamen Frühstück endete die erlebnisreiche Lesenacht dann am nächsten Morgen.

von Karin Waldhüter

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