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„Es läuft der Situation angemessen“

Umleitung in Stadtallendorf „Es läuft der Situation angemessen“

Seit Montag ist die Wetzlarer Straße wieder dicht. Der aus Kirchhain nach Stadtallendorf kommende Verkehr konzentriert sich auf die Waldstraße. Dennoch bleibt festzuhalten: Es lief einigermaßen.

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Der Kreisel am neuen Einkaufszentrum ist derzeit Stadtallendorfs Verkehrsknoten Nummer eins.Foto: Florian Lerchbacher

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Wer derzeit nach Stadtallendorf möchte oder die Stadt durchqueren muss, der kommt nicht umhin, ein Zeitpolster einzuplanen. Zu groß sind die Auswirkungen, welche die bauarbeitenbedingte Sperrung der B 454 haben. Am Kreisel am neuen Einkaufszentrum zum Beispiel treffen nun die Autofahrer aus Neustadt, aus Kirchhain oder aus Niederklein kommend aufeinander.

Die Stadt entschloss sich, die Zufahrt aus der Schillerstraße in den Kreisel zu sperren und die Autofahrer umzuleiten: „Nach Dienstschluss der großen Firmen würden die Autos über die Albert-Schweitzer- und dann die Schillerstraße fahren und auf der Waldstraße käme der einfahrende Verkehr zum Erliegen“, erklärt Hubertus Müller, der Leiter des für Ordnung und Sicherheit bei der Stadt zuständigen Fachbereichs und ergänzt: „Wenn wir gekonnt hätten, dann hätten wir die Schillerstraße komplett gesperrt.“ Vorteil wäre gewesen, dass es weniger Autos gegeben hätte, die einander behindern. „Nimmt man einen zufließenden Arm aus einem Kreisel heraus, dann läuft es besser“, sagt Müller. Da allerdings die Busse durch diese Straße ausfahren müssen, um den Busbahnhof zu erreichen, sei dies nicht möglich gewesen.

Längere Wartezeiten mussten die Autofahrer - wie im Vorfeld schon zu erahnen war - in der Niederkleiner Straße und in der Waldstraße in Kauf nehmen. Zum Erliegen kam der Verkehr allerdings nicht.

Ab und zu stockte er. Konkrete Gründe konnten aber weder Stadt noch Polizei nennen: Abgewürgte Motoren oder kleinere Rückstaus vor Ampeln, vermuteten Müller und Polizeioberkommissar Thomas Janik als Ursachen für diese „Momentaufnahmen“. Als ein Beispiel für solche Situationen nannte Müller die Morgenstunden im alten Dorf.

„So weit ist die Lage gut. Sicher ist der Verkehr etwas zähfließend und es kommt zu Behinderungen - aber insgesamt läuft er der Situation angemessen“, fasste Janik zusammen, gab aber auch gleich Anregungen für Autofahrer: Entscheidend für einen Kreisel sei, dass die Autofahrer ihre Blinker nutzten. Diesen vor der geplanten Ausfahrt zu setzen sei wichtig, damit ein einfahrender Fahrer sein Anliegen rasch umsetzen könne.

Einen Selbstversuch, um eventuelle kritische Punkte oder Optimierungsmöglichkeiten zu finden, unternahm Müller im Feierabendverkehr gegen 17 Uhr. Von der Heinrich-Schneider-Straße bis zum Rathaus habe er nur acht Minuten gebraucht, berichtete er - also eine für diesen Zeitpunkt durchaus erträgliche Spanne. „Es gab keine Straßen, auf denen sich die Fahrzeuge sammelten“, resümierte er erleichtert.

von Florian Lerchbacher

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