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„Es ist ein Tröpfchen im Meer“

Wohra „Es ist ein Tröpfchen im Meer“

Seit wenigen Tagen dreht sich an der Scheune von Harald Raabe in Wohra ein kleines Windrad mit einem Rotor-Durchmesser von 1,15 Meter.

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Dieses kleine Windrad dreht sich an der Scheune der Familie Raabe in Wohra.

Quelle: Michael Rinde

Wohra. Ein Windzug im Garten brachte Harald Raabe im Mai vor einem Jahr auf den Gedanken, sich mit dem Thema Windkraft intensiver auseinanderzusetzen. Von dieser ersten Idee bis zur Aufstellung der Kleinst-Windkraftanlage an der Scheunenwand verging mehr als ein Jahr. Zunächst steckte Raabe viel Zeit und Energie in das Sammeln von Informationen. Das rät er auch allen, die sich ebenfalls für das Thema interessieren. „Der Anbietermarkt ist groß“, sagt Raabe. Er entschied sich für eine Anlage, die sich ansonsten eher am Mast von Segelbooten oder an Wohnmobilen dreht. Die Leistung der Anlage liegt denn auch bei „nur“ 200 Watt. Der erzeugte Strom kann in das öffentliche Netz eingespeist werden.

Für Harald Raabe und seine Familie sind die erneuerbaren Energien schon lange ein Thema. Auf seinem Dach finden sich Photovoltaik-Anlagen. Seit Jahrzehnten wird das Haus mit Holz beheizt. Da lag es für ihn nahe, sich auch an die Windenergie-Nutzung im kleinen Stil heranzuwagen. „Zunächst ist es ein Spielzeug mit technischem Nutzen. Aber es ist ein Tröpfchen im Meer“, betont er mit Blick auf die Energiewende. Und er will Werbung für die Sache machen. Aus seiner Sicht eigneten sich solche Kleinstanlagen beispielsweise auch für Demonstrationszwecke an Schulen.

Mit einer Einschränkung kann er bei seiner Anlage gut leben: Sein Grundstück liegt in einem Gebiet, das vom Deutschen Wetterdienst als Schwachwind-Region klassifiziert ist. Wer größere Anlagen plane, solle ohnehin grundsätzlich Windmessungen vornehmen, rät Raabe.

von Michael Rinde

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