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Erst läuft‘s rund, dann kommt der Stau

Stadtallendorf Erst läuft‘s rund, dann kommt der Stau

Die Furcht vor einem weiteren, baustellenbedingten Verkehrschaos wie im vergangenen Sommer war und ist groß. Sie sollte sich am ersten Tag der Vollsperrung der B 454 zwar erst spät, aber dann richtig erfüllen.

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Manuela Planz und Mustafa Türkdönmez vom Freiwilligen Polizeidienst zogen am frühen Mittwochnachmittag ein positives Fazit. Dann kam der große Stau auf der Umleitungsstrecke.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. „Die Lage in den Kreisverkehren ist schwierig, wenn nicht sogar katastrophal. Die Kreisverkehre sind zu“, sagte Polizeioberkommissar Janik von der Polizeistation Stadtallendorf am Mittwoch gegenüber der OP. Es müsse am heutigen Donnerstags von allen Beteiligten analysiert werden, wie es trotz aller Vorkehrungen zum befürchteten Stauszenario gekommen sei, erklärte der Polizist. Glücklicherweise beschränkte sich der kollektive Stillstand zwischen 17 und 18 Uhr nur auf eine gute halbe Stunde. Dann lief der Verkehr wieder normal.

Dabei hatte der Tag so gut angefangen. Manuela Planz und Mustafa Türkdönmez sitzen entspannt am Pusteblumen-Kreisel, genießen einen Kaffee und beobachten den Verkehr. Ein Autofahrer hupt – doch es ist nur ein Freund, der eines der beiden Mitglieder des Freiwilligen Polizeidienstes grüßt.

„Im Großen und Ganzen sind die Autofahrer sehr ruhig geblieben. Wenn der Verkehr stockte, griffen wir ein – aber das mussten wir nur selten“, fasst Planz einen größtenteils problemfreien ersten Arbeitstag mit Sperrung der B 454 zusammen. Natürlich habe auch der „ein oder andere“ Autofahrer „mal gehupt“, doch das von einigen Bürgern erwartete Chaos sei bis zum späteren Nachmittag ausgeblieben.

Der Verkehr in der „jungen Stadt im Grünen“ lief also wie während der Baustellenphase des vergangenen Jahres: An einigen Stellen müssen die Autofahrer etwas mehr Zeit einplanen, aber größtenteils läuft der Verkehr. Auch im vergangenen Jahr war der Superstau des 7. Juli und der Kollaps nur eine Ausnahmeerscheinung.

Dennoch wollte Hubertus Müller, der Leiter des Fachbereichs, zu dem auch der Bereich „Verkehr und Ordnung“ gehören, am Mittwoch den Tag nicht vor dem Abend loben. Nach der ersten  „kritischen Phase“ rund um die 16-Uhr-Marke zog er ein positives Fazit: „Bislang ist alles recht entspannt. Als sehr positiv hat sich erwiesen, dass am Knoten eins die Neustädter und die Marburger Straße deutlich abgesperrt sind. Das führt dazu, dass die Menschen diese Stelle auch zügig passieren.“

Auch Janik hatte bis zu diesem Zeitpunkt nichts zu bemängeln: „Die Autofahrer wussten, was sie erwartet, und hatten sich offenbar darauf vorbereitet. Bei uns gingen keine Meldungen über größere Komplikationen ein.“ Der Verkehr sei zwar stellenweise zäh geflossen, aber immerhin konstant geflossen. „Wir müssen durch die Situation durch. Wenn sich jeder vernünftig verhält, dann klappt das auch“, ergänzte der Polizeioberkommissar und appellierte an die Autofahrer, sich weiterhin „ein bisschen“ zurück- und auf die übrigen Verkehrsteilnehmer Rücksicht zu nehmen.

Dass in kritischen Zeiten der Zusammenhalt wichtig ist, beweist indes die Werksfeuerwehr der Eisengießerei Winter: Sie unterstützt während der Zeit der Umleitungen in den kritischen Phasen die Freiwillige Feuerwehr und rückt im Notfall auch mit aus.

Die Vollsperrung des Bundesstraßen-Abschnitts bleibt bis einschließlich 23. Mai bestehen. Danach wird die Straße aus Richtung Neustadt wieder einspurig über die neue Nordrampe befahrbar sein.

von Florian Lerchbacher

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