Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Ostkreis Erneut ist ein Stück Stadtmauer gerettet
Landkreis Ostkreis Erneut ist ein Stück Stadtmauer gerettet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:18 05.11.2013
Das Ehrenmal im Kirchhainer Anna-Park hat jetzt wieder ein ansprechendes Aussehen. Foto: Michael Rinde
Kirchhain

Die Namen der Gefallenen am Ehrenmal im Anna-Park lassen sich wieder gut lesen. Vor dem Ehrenmal hat Helmut Schäfer noch neuen Fein-split aufgebracht. Doch seine Hauptarbeit hat der Mitarbeiter des Bauhofes an der angrenzenden Stadtmauer geleistet - und zwar von beiden Seiten.

Dabei gab es in den zurückliegenden Wochen auch die ein oder andere negative Überraschung, von der inzwischen nichts mehr zu sehen ist. An einer Mauerstelle hatte Schäfer erste Steine angefasst, als er merkte, dass die Mauer brüchig war. Auf einer Länge von dreieinhalb Metern hat er zwischenzeitlich das Mauerwerk wieder zusammengefügt und neu verfugt. „Das waren Riesenlöcher“, sagt Klaus Weber, Vorsitzender des Fördervereins Kirchhainer Kulturdenkmäler im Gespräch mit der OP.

Der Förderverein hat den zeitaufwendigen Einsatz von Helmut Schäfer in den vergangenen Monaten finanziell ermöglicht. Er unterstützt die Stadt Kirchhain mit einem Betrag von 14000 Euro und finanziert damit die befristete Beschäftigung von Helmut Schäfer in diesem und im nächsten Jahr mit.

Es ist deutlich zu sehen, wo der Spezialist für die jahrhundertealte Mauer Hand angelegt hat. Klaus Weber schätzt, dass in den zurückliegenden Monaten rund 50 Meter Mauer beidseitig restauriert werden konnten. Insgesamt, so schätzt es der Förderverein, ist das sanierungsbedürftige Teilstück der Stadtmauer rund 120 Meter lang und zwischen 2,20 und 3 Metern hoch.

Deutlich zu sehen ist Helmut Schäfers Arbeit auch an der Abdeckung der restaurierten Mauerteile. Durch die früheren Risse und Löcher drang bisher Wasser in das Mauerwerk ein, was zu den bekannten Schäden führte. Bei der neuen Abdeckung hat Schäfer zusätzlich eine leichte Bewehrung verbaut, um ihr mehr Halt zu geben. Außerdem waren Dehnungsfugen nötig.

Förderverein hat noch genügend „Baustellen“

Helmut Schäfer ist derzeit noch mit einem weiteren Stück Mauer im Anna-Park beschäftigt. „Dort kann ich aber nur noch vorfugen, endgültig fertig wird alles im Frühjahr“, sagt er. Die Restaurierung der Fugen erfolgt stets in mehreren Schritten. Zunächst muss ausgestemmt und gereinigt werden, dann wird neu verfugt. Dabei verwendet Schäfer eine mit der Denkmalpflege abgestimmt Mörtelmischung. Schäfers Vertrag läuft aktuell noch bis zum Jahresende. Ab April wird Helmut Schäfer dann wieder im Park im Einsatz sein. Ohne die Finanzspritze des Vereins hätte er wohl nicht das bewältigt, was er nun geschafft hat. Klaus Webers Fazit: „Es ist alles sehr gut gelaufen, wie nun jeder sehen kann, der den Park besucht.“

Zu tun gibt es für den Förderverein noch mehr als genug, allein schon in Sachen Stadtmauer. Nächste „Großbaustelle“ wäre die Mauersanierung an der historischen Großen Mühle. Der Förderverein ist stets an Stellen eingesprungen, an dem die finanziellen Mittel der Stadt nicht ausreichten. Damit der Verein weiterhin seinen Beitrag für den Erhalt von Denkmälern in Kirchhain leisten kann, ist er auf weitere Mitglieder angewiesen - und natürlich auf Spenden. Der gemeinnützige Verein kann auch Spendenbescheinigungen ausstellen.

n Weitere Informationen gibt es beim Vorsitzenden Klaus Weber, Telefon 06422/92196

Ostkreis Gastspiel der kleinen Oper Bad Homburg - Komplexes Singspiel vor großer Kulisse

Kindgerecht und sehr aufwendig inszeniert ist das Kindermusical „Entführung aus dem Serail“, das in der Stadthalle aufgeführt wurde.

05.11.2013

Die Ränder der befestigten Wege im Gewerbegebiet Nordost in Stadtallendorf haben sich unter Lkw-Fahrern aus ganz Europa zu einem "Geheimtipp" für das Parken entwickelt. Doch das bringt Probleme.

07.11.2013
Ostkreis Erfolg im Kampf gegen Leerstand - Umbau-Entwurf steigert Attraktivität

„Wenn Du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis.“ Dieser Spontispruch steht für die Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines jeden Arbeitskreises. In Rauschenberg hat ein Arbeitskreis diese Zweifel widerlegt.

04.11.2013