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Ostkreis Erksdorfer bieten zwei Varianten an
Landkreis Ostkreis Erksdorfer bieten zwei Varianten an
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18:59 31.07.2012
In Erksdorf wird unter anderem über einen Anbau an das Bürgerhaus diskutiert. Kleines Bild: Hatzbach möchte das jetzige Gerätehaus in eigener Regie erhalten. Fotos: Michael Rinde
Stadtallendorf

Feuerwehren und Ortsbeiräte in Erksdorf und Hatzbach bemühen sich seit einigen Wochen um Einsparvorschläge für den Bau neuer Feuerwehrgerätehäuser. Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) hatte dies zur Voraussetzung dafür gemacht, dass die Stadt für beide Wehren neue Gerätehäuser baut und kein gemeinsames Gebäude. 60 bis 70000 Euro müssten gegenüber der Variante „gemeinsames Gerätehaus“ eingespart werden (diese Zeitung berichtete).

In Erksdorf haben sich Ortsbeirat und Feuerwehrvorstand auf zwei mögliche Standorte für ein neues Gerätehaus verständigt. Sie sehen dabei großes Sparpotenzial, denn bei den Optionen müsste die Stadt keine Grundstücke kaufen. Auch die Erschließungskosten hielten sich aus Sicht von Ortsbeirat und Feuerwehr-Vorstand dabei in Grenzen. Eine Möglichkeit wäre, einen Anbau an der Südseite des Bürgerhauses zu errichten. Dabei wäre es denkbar, dass die Feuerwehr den alten Raum des Jugendklubs nutzt. Er wäre als Umkleide für die derzeit 24 Mitglieder der Erksdorfer Einsatzabteilung nutzbar, Toiletten wären bereits vorhanden. Ortsvorsteher Helmut Schütz verwies auch auf den möglichen Anschluss von Bürger- und Gerätehaus an das geplante Nahwärmenetz. Erschließungskosten dürften an diesem Standort wohl nicht entstehen. Die Feuerwehr betont, dass für sie eine enge und gute Zusammenarbeit mit dem Jugendklub ganz wichtig ist.

Variante zwei sieht vor, einen Neubau auf dem Gelände des „Naturspielplatzes“ zu schaffen. Der Ortsbeirat ist grundsätzlich ohnehin dazu entschlossen, den seit Jahren geschlossenen Naturspielplatz aufzugeben. Der Spielplatz war ein Dorferneuerungsprojekt, wurde aber von den Erksdorfer Kindern nie angenommen. Das Grundstück gehört ebenfalls der Stadt Stadtallendorf. Auch dieses Gelände ist erschlossen. Es ist 3300 Quadratmeter groß.

Bei Feuerwehr und Ortsbeirat gibt es keinen Favoriten zwischen beiden Möglichkeiten. Weitere städtische Grundstücke, die verfügbar wären, gibt es in Erksdorf auch nicht. In einem Punkt will sich die Erksdorfer Feuerwehr nicht festlegen. Bei der Frage, welches neues Fahrzeug für die Erksdorfer Feuerwehr im Jahr 2015 angeschafft wird, verweist die Wehr auf den Bedarfs- und Entwicklungsplan, der gerade aktualisiert wird.

In Hatzbach haben Feuerwehr-Spitze und Ortsbeirat ebenfalls bereits über die Vorschläge der Verwaltung beraten. Zunächst bedauern die Hatzbacher, dass es nicht zu der ursprünglichen Lösung eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses für die Erksdorfer und Hatzbacher Wehr zu kommen scheint. Aufgrund des Neins von Erksdorfs Ortsbeirat und Feuerwehr war es überhaupt zu den Vorschlägen von Verwaltung und Bürgermeister gekommen. „Erste Priorität hätte aus unserer Sicht nach wie vor der gemeinsame Standort, weil er der zukunftsfähigste wäre“, unterstreicht Hatzbachs Ortsvorsteher Frank Drescher. Er führt dabei das Problem der Alarmbereitschaft während des Tages und auch die Folgekosten an.

Hatzbacher wollen altes Gebäude behalten

Wenn es bei einzelnen Neubauten für beide Stadtteile bleibt, wollen die Hatzbacher in jedem Falle Eigenleistungen anbieten, um Geld zu sparen. Dabei verweisen sie aber auf Gewährleistungsprobleme und Sicherheitsfragen, die klären wären. Ortsvorsteher Drescher schlägt die Prüfung von engen Kooperationen mit heimischen Firmen vor, bei der die Eigenleistung mit eingebracht und eingerechnet werden könnte.

Ihren großen Sparbeitrag wollen die Hatzbacher erbringen, in dem sie vorschlagen, auf den Abriss des alten Gerätehauses zu verzichten, zumal dort die Festplatztoiletten untergebracht sind. „Wir könnten das Gebäude für Lagerzwecke in eigener Regie weiterführen“, sagt Drescher. Ein Nutzungskonzept haben die Hatzbacher bereits vor längerer Zeit bei der Verwaltung eingereicht. Das brächte Einsparungen von 40000 Euro.

In jedem Falle wollen Hatzbachs Feuerwehr und Ortsbeirat bei der Planung des Neubaues eingebunden werden. Bei der ersten Skizze für einen Neubau fehlen der Feuerwehr zum Beispiel noch nötige Räume.

von Michael Rinde

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