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Fünf von zehn Plätzen sind reserviert

Baugebiet nahe der Windräder Fünf von zehn Plätzen sind reserviert

850 Meter sind es bis zum nächsten Windrad, zudem befinden sich Grillhütte und Sportplatz in der Nähe des neuen Baugebiets in Erksdorf - drei Punkte, auf die nach Wunsch des Ortsbeirats in den Kaufverträgen hingewiesen werden soll.

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Anne Bernbeck (von links), Udo Krebs, Christian Somogyi, Walter Grohmann (vom zuständigen Ingenieurbüro) und Winfried Martin übernahmen den symbolischen ersten Spatenstich.

Quelle: Florian Lerchbacher

Erksdorf. Der symbolische erste Spatenstich, mit dem in Erksdorf die Erschließung des neuen Baugebiets „Hofstatt II“ beginnt, war Christian Somogyis erste Amtshandlung als wiedergewählter Bürgermeister: Ein schöner Termin, wie er befand - und vor allem einer, der auch zum Wahlkampf passte, schließlich war es in der heißen Phase auch um Wohnungsnot gegangen.

Mit dem neuen Gebiet schafft die Stadt Stadtallendorf zehn Bauplätze - von denen fünf bereits vorgemerkt sind, wie Anne Bernbeck von der Stadtverwaltung betont. „Es gab mehrere Bewerber“, ergänzt Somogyi und berichtet, dass die Resonanz ein bisschen geringer ist als ursprünglich erwartet worden war. Dies wiederum sei aber weniger tragisch, da die Stadt schließlich auch den ein oder anderen Bauplatz als Reserve gut gebrauchen könne.

35 Euro kostet dort der Quadratmeter - allerdings ohne die Erschließung, die in acht bis zehn Wochen abgeschlossen sein soll, wie Winfried Martin, Bauleiter von der Firma Gölzhäuser, erläutert. Die endgültige Zeitspanne hänge aber natürlich von der Witterung ab. Wie groß die einzelnen Grundstücke werden, steht noch nicht fest.

Stadt will in Kaufverträgen auf Lärmquellen hinweisen

In rund 850 Metern Entfernung steht das nächste Windrad - was den Vorgaben aus dem alten Regionalplan von 2010 entspricht, wie Bernbeck hervorhebt. Außerdem befinden sich die Grillhütte und der Sportplatz in der Nähe. Allesamt Gründe, die beim Ortsbeirat zunächst Skeptik hervorriefen. „Die Windräder waren bei der Vermarktung bisher kein Thema“, berichtet Klaus Hütten, der Leiter des Fachbereichs 4.

„Wir haben am Anfang unsere Bedenken geäußert“, erinnert sich Ortsvorsteher Udo Krebs. An Grillhütte oder Sportplatz könne es schließlich gelegentlich auch lauter werden - was nicht zu Konflikten führen solle. Inzwischen haben die Mitglieder des Beirats diese Bedenken aber überkommen. Es ist geplant, dass die Stadt in den Kaufverträgen darauf hinweist, dass sich die Bauplätze in der Nähe der erwähnten Anlagen befinden und gelegentlich mit Lärm zu rechnen ist. „Im Endeffekt sind wir zufrieden, da wir neue Bauplätze dringend benötigen“, resümiert der Ortsvorsteher und schwärmt von der Nähe zur Stadt Stadtallendorf und entsprechend auch der Nähe zu zahlreichen Arbeitsplätzen.

Die Stadt will nun noch klären, ob die Kapazität ausreicht, um die zehn Bauplätze an die bestehende Nahwärmeversorgung anzuschließen. „Wir befinden uns noch in den Gesprächen mit den Bioenergiegenossen. Es soll geprüft werden, ob zehn zusätzliche Anschlüsse drin sind, aber es liegt noch kein Ergebnis vor“, berichtet Somogyi. Ihm hätten die Genossen bereits signalisiert, dass zehn weitere Anschlüsse möglich sind, fügt Udo Krebs hinzu.

Nähere Informationen zur Grundstücksvergabe gibt es bei der Stadtverwaltung, Fachbereich 4, Renate Weitzel, Telefonnummer 06428/707-304.

von Florian Lerchbacher

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