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Erfolg in allen Wahllokalen ist ein Ansporn

Bürgermeisterwahl Stadtallendorf Erfolg in allen Wahllokalen ist ein Ansporn

Mit 68 Prozent der Stimmen gelang Amtsinhaber Christian Somogyi bei der Bürgermeisterwahl ein Durchmarsch, auf den er insgeheim gehofft hatte, der aber für ihn immer noch eine "tolle Überraschung" ist.

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Christian Somogyi freut sich, weitere sechs Jahre im Chefsessel sitzen zu dürfen.

Quelle: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Eigentlich kommt Christian Somogyi immer zwischen 7 und 7.30 Uhr ins Büro. Nicht so am Morgen nach seinem Triumph bei der Bürgermeisterwahl: Mit seinem Wahlteam und einigen Unterstützern hatte er am Vorabend noch ein wenig gefeiert und über das „sehr gute Ergebnis“ gesprochen.

Entsprechend wurde es morgens etwas später, und einige Gratulanten, die eigentlich gewohnt sind, den Bürgermeister zu früher Stunde zu erreichen, mussten sich gedulden. Erste „echte“ Amtshandlung war letztendlich der Spatenstich am neuen Erksdorfer Baugebiet „Hofstatt II“ (Bericht folgt), ansonsten prägten Glückwunsch-Gespräche den Morgen - an dem Somogyi eigentlich erst so richtig bewusst wurde, was am Vorabend passiert war: „Als ich das Rathaus betrat, war eine Erleichterung am ganzen Körper spürbar“, gibt er einen Einblick in sein Gefühlsleben und ergänzt: „Heute fange­ ich so langsam an zu ­realisieren, was ich für ein tolles Ergebnis erzielt habe.“

Besonders wichtig sind ihm die weit über 70 Prozent, die er in seinem Heimatort Niederklein - wo ihn „die Menschen von klein auf kennen“ - erzielte. Aber auch das gute Resultat im „alten Dorf“ freut ihn: „Dass ich alle Wahllokale gewonnen habe, ist ein wunderbares Signal. Das spornt mich an“, kündigt er an und betont, dass ihm sein Amt große Freude bereite: „Ich kam von einem börsennotierten Unternehmen, in dem ich 32 Jahre lang tätig war und das ich mitgestalten konnte. Am Anfang fragte ich mich, ob das Amt die gleiche Vielfalt biete. Nun weiß ich: Das tut es. Ich hatte großen Respekt vor der Aufgabe, aber ich kann sagen, dass es mir heute noch genauso viel Spaß macht wie am Anfang.“

Haushalt steht auf Agenda

Und dann beginnt der Rathauschef, von Stadtallendorf zu schwärmen: „Hier wird angepackt. Es gibt großes ehrenamtliches und professionelles Engagement - ich freue mich sehr, dass sich Firmen für den Wirtschaftsstandort positionieren und ihn stark machen.“

In den vergangenen sechs Jahren seien beispielsweise rund 800 neue Arbeitsplätze entstanden - ein Wert, der auch für die kommenden sechs Jahre realistisch sei. „Unsere Politik ist nicht nur für die Stadt, sondern die gesamte­ Region von enormer Bedeutung“, sagt Somogyi und verweist auf rund 13.800 Arbeitsplätze, die auch für das Umfeld wichtig seien: „Das ist eine Kraft, die von Stadtallendorf ausgeht.“

Und die dafür sorge, dass junge Menschen in der Region blieben - entsprechend passe der Spatenstich gut ins Bild, schließlich entstünden dort Bauplätze für junge Familien, die so in der ­Region gehalten würden.

Beim Rückblick auf den Wahlkampf an sich moniert der Bürgermeister, dass oftmals Aufgabenbereiche der Stadt mit solchen des Bundes oder des Landes verwechselt worden seien. Und auch auf andere Dinge­ habe ein Bürgermeister beispielsweise keinen wirklichen Einfluss: „Ich kann ja nicht loslaufen und am nächsten Tag ­einen Arzt an der Hand in die Stadt bringen. So einfach geht das nicht.“

Viele Themen seien schlicht komplexer, als mancher Bürger (und Konkurrent) glaubt: „Auf viele Fragen gibt es die einfache Antwort schlicht nicht.“ Und auch die Aufgaben des Rathauschefs an sich gingen weit über das Repräsentieren hinaus. Er sei beispielsweise für mehr als 200 Mitarbeiter verantwortlich, habe jährlich rund 1600 Termine, müsse planen, lenken, vorbereiten und vieles mehr.

Im Mittelpunkt der nächsten Tage stehen die Vorbereitung des Herbstmarktes und ein Besuch der Partnerstadt St. Ives. Schwerpunkte liegen auf der Vorbereitung des Haushalts 2018 und des dritten Bauabschnitts der Bundesstraße 454 - der für die Industriestadt Stadtallendorf von enorm großer Bedeutung sei.

von Florian Lerchbacher

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