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Ostkreis Entwarnung am Spielplatz „Piratennest“
Landkreis Ostkreis Entwarnung am Spielplatz „Piratennest“
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20:35 16.04.2018
Solitärbienen haben auf dem abgesperrten Kinderspielplatz „Piratennest“ ihre Nester gebaut. Sollte es sich um die vermutete Wildbienenart handeln, könnte in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde der Platz zeitnah geöffnet werden.  Quelle: Matthias Mayer
Stadtallendorf

Ursprünglich war die Rede von Sandwespen gewesen. Die Polizei sperrte am Sonntagnachmittag zum Schutze der dort zahlreich spielenden Kinder den kompletten Spielplatz ab. Allein der Skater-Parcours war davon nicht betroffen.

Die Sperrung bleibt vorerst aufrecht erhalten. Das teilte der zuständige Stadtallendorfer Fachbereichsleiter Fredy Greib gestern auf OP-Anfrage mit. Die Untere Naturschutzbehörde habe die Insekten inzwischen als Graue Sandbienen und ­Kuckucksbienen identifiziert. Beide Arten gehörten zur Gattung der Solitärbienen, die unter Naturschutz stehen.

Nach Einschätzung der Unteren Naturschutzbehörde geht von diesen Wildbienenarten keine besondere Gefahr für den Menschen aus. „Nur die Weibchen können stechen, und sie tun das nur, wenn sie sich angegriffen fühlen“, gab Fredy Greib die Aussagen der Fachleute weiter. Hinzu komme, dass diese Bienenarten nicht aggressiv und für den Menschen ungefährlich seien. Sie seien praktisch nicht in der Lage, die menschliche Haut zu durchstechen.

Was bedeutet das für die mögliche Freigabe des beliebten Spielplatzes? Vonseiten der Naturschützer sei vorgeschlagen worden, nur die mit Nestern besetzten Spielhäuschen abzusperren – zum Schutze der Bienen, erklärte Fredy Greib. Der Fachbereichsleiter kündigte für den heutigen Dienstag einen Ortstermin an.

Dann werde entschieden, in welche Richtung sich die Stadt bewege. „Wir brauchen eine adäquate Lösung, die Kindern und Eltern die Angst nimmt.“ Die könne so aussehen, dass der Spielplatz Zug um Zug freigegeben werden, erklärte Frey Greib, ohne vorerst einen konkreten Termin zu benennen.

von Matthias Mayer