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Eintracht-Teams erhalten neues Zuhause

Herrenwaldstadion Eintracht-Teams erhalten neues Zuhause

Manchmal ist Geschwindigkeit keine Hexerei: 16 Tage nach Beginn der Arbeiten steht der neue Kunstrasenplatz im Stadtallendorfer Herrenwaldstadion schon vor der Fertigstellung.

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Zwischen dem Abriss des alten Spielfeldes und der Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes im Stadtallendorfer Herrenwaldstadion werden nur drei Wochen liegen. Hermann Weitzel, Bauleiter Julian Weinrich, Susanne Fritsch, Manfred Vollmer, Lothar Gersmann und Reiner Bremer (von links) sind hochzufrieden.

Quelle: Matthias Mayer

Stadtallendorf. Das neue Geläuf fühlt sich unter den Füßen weich wie ein Waldboden an. Der vier Zentimeter hohe Flor des farblich dem Naturrasen zum Verwechseln ähnlich sehenden Teppichs macht dieses Gefühl möglich. 180 Tonnen Quarzsand, die maschinell in den Flor eingekehrt werden, stützen die „Grashalme“. 40 Tonnen feinstes Gummigranulat erhöhen den Spielkomfort und verhindern Hautverletzungen bei Stürzen und bei Tacklings.

„Wir bauen hier das modernste Kunstrasensystem, das es derzeit gibt“, sagte Bürgermeister Manfred Vollmer (CDU) beim Baustellenbesuch mit Susanne Fritsch vom unter anderem für Hoch- und Tiefbau zuständigen Fachbereich vier und Reiner Bremer vom Fachdienst Sport und Kultur und mit Hermann Weitzel, Jugendleiter der Fußballabteilung des TSV Eintracht Stadtallendorf.

Schon Anfang November könne der Trainings- und Spielbetrieb auf dem neuen Platz beginnen, freute sich der Bürgermeister über die vorfristige Fertigstellung. Die Baukosten bezifferte Vollmer auf 300.000 Euro, von denen das Land Hessen 50.000 Euro trage. „Die Investition fällt uns nicht leicht, sie ist aber notwendig“, sagte der Stadtallendorfer Kämmerer mit Blick auf die 16 Eintracht-Mannschaften, die sich zuletzt während der Regenerationsphase des hessentagsgeschädigten Rasenplatzes für Spiel und Trainingsbetrieb den Kunstrasenplatz am Bahndamm teilten.

Während des Hessentags standen auf dem jetzt erneuerten Kunstrasenplatz Zelthallen. Etwaige Beschädigungen durch die Zeltbauten seien aber nicht ursächlich für dessen Erneuerung. Der 18 Jahre alte Belag sei schon vor dem Hessentag fällig gewesen, erklärte Vollmer.

Er habe die schnelle Umsetzung des Projekts nicht für möglich gehalten, sagte der für die Planung zuständige Diplom-Ingenieur Lothar Gersmann. Er nannte die gute Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und die mit erhöhten Personaleinsatz arbeitende Fachfirma Desso als Garanten für die zügige Fertigstellung des schon fertig verlegten und verklebten Kunstrasens. Der Unterbau des Platzes sei noch voll funktionstüchtig gewesen. Lediglich die oberste vier Zentimeter starke Schicht habe aufgearbeitet werden müssen.

Mit dem Abschluss der Arbeiten, an denen sich der Verein mit Eigenleistungen im Wert von 3 000 bis 4 000 Euro beteiligen wird, endet eine Ära im Herrenwaldstadion. Der Kunstrasenplatz am Bahndamm wird dann als Hauptspielfeld der Eintracht-Mannschaften ausgedient haben, wie Reiner Bremer in seiner Eigenschaft als sportlicher Leiter der Eintracht-Fußballabteilung erklärte.

Für diese Entscheidung spricht neben der besseren Bespielbarkeit des mit einer Flutlichtanlage ausgestatteten neuen Platzes auch dessen Lage direkt hinter dem neuen Multifunktiongebäude mit den Vereinsräumen, Umkleidekabinen und dem Stadionrestaurant. Zudem muss das neue Spielfeld im Gegensatz zu dem zweiten Kunstrasenplatz nicht bewässert werden.

von Matthias Mayer

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