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Höhmann Einkaufen mit Erlebnis verbinden

Bürgermeisterkandidat Michael Höhmann (SPD) sucht den Kontakt zu den Wählern: Nach dem Vereinsforum kamen jetzt beim Innenstadtforum die Kirchhainer Geschäftsleute zu Wort.

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Bürgermeisterkandidat Michael Höhmann (SPD) sprach mit Geschäftsleuten der Kirchhainer Innenstadt über ihre Sorgen und Nöte.

Quelle: Tobias Hirsch

Kirchhain. 100 Einladungen für sein Innenstadtforum hat Bürgermeisterkandidat Michael Höhmann (SPD) persönlich an Geschäftsleute verteilt, zehn folgten seinem Ruf in den Kirchhainer Hof.

„Ziel ist es, sich über die Thematik der Innenstadtentwicklung auszutauschen“, sagte Höhmann. Diskussionsbedarf gab es viel, sogar so viel, dass Höhmann zeitweise nur zuhörte, wie sich die Geschäftsleute und seine Parteifreunde über Entscheidungen der Vergangenheit ausließen. Für Martin Römer, Inhaber der Firma Herbert, ist es beispielsweise nicht nachvollziebar, dass Höhmann kostenlose Parkplätze in der Innenstadt einführen will, die SPD unter Altbürgermeister Klaus Hesse diese jedoch seinerzeit abgelehnt hatte. „Es gab zig Anläufe. Jedes Mal hieß es, es sei nicht gewollt und politisch nicht durchsetzbar“, sagte Römer und ergänzte, dass die Politiker von heute die gleichen seien, wie die von damals. „Die heutige SPD-Fraktion steht einheitlich hinter der Meinung unseres Bürgermeisterkandidaten“, entgegnete SPD-Fraktionsvorsitzender Olaf Hausmann.

Das von Höhmann häufig benutze Schlagwort Frequenzbringer erwies sich als ein rotes Tuch. „Die Galerie am Markt sollte ein Frequenzbringer werden. Es funktioniert aber nicht“, sagte Peter Kleinheins. Für den Buch- und Zeitschriftenhändler steht der Schuldige für die aussterbende Fußgängerzone fest: „Das es der Innenstadt schlecht geht, hat alleine mit dem Herkules zu tun“.
Höhmann sieht das anders: „Das Image von Kirchhain ist in den vergangenen Jahren gesunken“. Wer sich nicht wohl und sicher fühle, kaufe an anderen Orten ein, ist die Erfahrung des Bürgermeisterkandidaten. Die Sicherheit in der Innenstadt wurde ebenfalls thematisiert: Beklagt wurden randalierende Jugendgruppen, die nach Geschäftsschluss ihr Unwesen in der Innenstadt treiben würden. „Dem kann man nur durch ein Miteinander aus Prävention und Sanktion begegnen“, sagte Höhmann.

Um die Innenstadt wieder mit Leben zu füllen, möchte Höhmann ein Leitbild entwickeln, das Einkaufen und Erlebnis miteinander verbindet.
Eine Entwicklungsfläche für die Innenstadt sieht Höhmann im Bereich des Bürgerhauses. Ein innerstädtisches Einkaufszentrum sei an dieser Stelle sinnvoller, als die von Bürgermeister Jochen Kirchner verfolgte Taktik der Knochenstruktur: Zwei Frequenzbringer (Bahnhof und Mühltorpassage) verbunden durch die Fußgängerzone. Kirchhain sei dafür einfach zu klein, meint Höhmann.

Höhmann versicherte, dass er zwar Sozialdemokrat sei, es bei der Innenstadtentwicklung aber kein „politisches Geplänkel“ gegeben dürfe. „Ich will als Bürgermeister neutral entscheiden, unter Einbeziehung der beteiligten Bürger“, sagte Höhmann. Entscheidungen im stillen Kämmerchen gebe es bei ihm nicht.

von Tobias Hirsch

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