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Einige Fragen muss die Politik klären

Hallenbad-Sanierung Einige Fragen muss die Politik klären

Die Stadtallendorfer Verwaltung hat entschieden, welche Wünsche und Vorschläge der Nutzer sie bei der Hallenbadsanierung aufgreift oder sie vorerst einmal vertagt.

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Offen ist auch noch die Frage, welche Startblöcke das für 8,6 Millionen Euro zu sanierende Bad bekommt. Foto: Lerchbacher

Stadtallendorf. Am Montagabend bekamen die Mitglieder der für die Hallenbadsanierung gegründeten Arbeitsgruppe Antworten auf Änderungs- und Ausstattungswünsche von der Stadtverwaltung. Der Gruppe gehören neben betroffenen Vereinen (DLRG, TSV Eintracht Stadtallendorf), Stadtallendorfer Hebammen und inzwischen Vertreter der betroffenen Schulen an.

Auf der Liste, die Julia Werner von der Stadtverwaltung vorstellte, waren hinter einem Großteil der Punkte, die die verschiedenen Gruppen angeregt, kritisiert oder gewünscht hatten, Häkchen gesetzt. So wird es beispielsweise einen mobilen Badlift, etwa für Menschen mit Behinderungen geben - wenn auch finanziert durch Sponsoring. Es gibt auch Änderungen bei den Lagerkapazitäten für Schulen und Vereine, Umbauten an Vereinsräumen wie dem des DLRG oder eine geringe Erweiterung des Kraftraumes der Eintracht-Schwimmabteilung. Manche Frage blieb aber offen, etwa die Anregung der Astrid-Lindgren-Schule, eine Bushaltebucht vor dem Bad zu schaffen. Dies wird erst entschieden, wenn die Außenanlagen verbindlich geplant werden. Julia Werner wie auch Bürgermeister Christian Somogyi gaben aber bereits das Signal, dass diese Busbucht kommen wird.

Eine Entscheidung, über die es bereits öffentliche Diskussionen gibt, ist bis auf Weiteres aufgeschoben: der Wunsch der Eintracht-Schwimmabteilung nach einer Zeitmessanlage und der Anschaffung einer modernen Startblockvariante. Die Zeitmessung wäre nötig, um die Wettbewerbstauglichkeit des Freizeit-, Schul- und Sportbades zu gewährleisten. Die Kosten für die Zeitmessung liegen nach ersten Angeboten bei 38747 Euro. Zumindest sind jetzt Kabel zu den Startblöcken bereits eingeplant. Über die Anschaffung soll aber später entschieden werden und dann auch angesichts der Summen durch die politischen Gremien.

Außerdem gab es die Anregung, eine Videoleinwand für das Bad anzuschaffen. Ähnliches gibt es bereits im sanierten Wetzlarer Bad. Wolfgang Schüddemage warb für eine solche Leinwand mit den Vermarktungs- und Werbemöglichkeiten, die sich dadurch für Stadt und Stadtwerke ergäben - was Einnahmen brächte. Somogyi zeigte sich zumindest beim Stichwort Einnahmen offen. Ebenfalls offen ist auch noch die Form der Startblöcke. Die Schwimmabteilung hatte darauf hingewiesen, dass die bisher geplanten Betonblöcke keine aktuellen Starttechniken zuließen. Diese Starttechniken werden auch von Schulen im Schwimmunterricht gelehrt. Auch die Frage ist offengeblieben, da diese modernen Startblöcke, Marke Omega, teurer wären als die bisher vorgesehenen. Auf eine andere Frage gab es hingegen eine definitive Antwort: Die Verwaltung plant, dass Hallenbad Ende Mai zu schließen und es dann über 16 Monate hinweg zu sanieren. Erste sichtbare Bauarbeiten gibt es aber schon im Dezember außerhalb des Gebäudes. Dann muss Erdreich ausgehoben werden, um den genauen Verlauf von Leitungen zu überprüfen.

Bundeswehr prüft ihre Hilfsmöglichkeiten

Etwas anderes, das für die Vereinssportler sehr wichtig ist, bleibt hingegen wiederum offen: nämlich ob und in welchem Umfang Vereine das Hallenbad der Bundeswehr mitbenutzen können. Stadtwerke-Betriebsleiter Giselher Pontow berichtete, dass die endgültige Rückmeldung der Bundeswehr noch aussteht. Zuständig ist formal das Dienstleistungszentrum (früher Standortverwaltung) in Homberg/Efze. Von dort gab es gestern auf Anfrage der OP die Rückmeldung, dass eine Entscheidung wohl erst im Januar fallen kann. Denn dann wird feststehen, in welchem Umfang das Bundeswehrbad selbst saniert werden muss. Grundsätzlich ist die Bundeswehr aber gerne bereit, mit Stadt oder Vereinen Mitbenutzungsverträge für freie Zeiten im Bad abzuschließen. Allerdings müssen diese Zeiten nicht nur mit der Truppe, sondern auch mit anderen Vereinen geteilt werden.

von Michael Rinde

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