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Eine Tour am Rande der Machbarkeit

Radtourenfahrt Eine Tour am Rande der Machbarkeit

Erfurtshausens Radfahrer ernteten viel Lob für die 20. Radtourenfahrt „Rund um die Amöneburg“. Doch die Komplimente machen die wiederkehrenden Probleme nicht vergessen.

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Gisela Pfeiffer (von links), Gudrun Kailer, Ilona Linne und Hedwig Riehl führten an der Meldestelle die Starterlisten und vergaben die Rückennummern, ehe sich Radsportler wie Claus Ehrling (Marburg) auf die Strecken machten.Fotos: Karin Waldhüter

Erfurtshausen. Die Voraussetzungen für die 20. Radtourenfahrt „Rund um die Amöneburg“ waren gut: Bei angenehmen Temperaturen fanden sich die ersten Radsportler am Sonntagmorgen um halb sieben am Bürgerhaus ein. Auf die 43, 78 oder 112 Kilometer langen Strecken machten sich die 135 Teilnehmer dann pünktlich ab sieben Uhr. Die längste Strecke führte von Erfurtshausen aus über Haarhausen, Ober-Ofleiden, Nieder-Gemünden, Kirtorf, Neustadt, Wolferode, Schönstadt, Ginseldorf, Moischt, Roßdorf zurück nach Erfurtshausen. Obst und Getränke wurde an den drei Kontrollstellen verteilt, zwei Service-Fahrzeuge waren ständig unterwegs, um eventuell liegen gebliebenen Radsportlern schnelle Hilfe zu bieten.

„Die Strecke bietet eine wunderschöne Landschaft, und man kommt durch verkehrsarme Gegenden, die man sonst nicht sieht“, schwärmte Rudolf Fichtner. Der 70-Jährige war als Sternfahrer mit dem Rad von Marburg nach Erfurtshausen gekommen und zum wiederholten Mal dabei. Er schätzt vor allem die Kameradschaft, die unter den Radsportlern herrscht. „Man trifft viele bekannte Radfahrer, selbst aus dem Frankfurter Raum“, erzählte er.

Trotz des Lobs der Aktiven fällt es den Verantwortlichen immer schwerer, die Veranstaltung zu stemmen. Gerade einmal 21 Mitglieder, über die Hälfte davon sind Frauen, zählt der Verein. Waren es bei der ersten Radtourenfahrt vor 20 Jahren zwischen 450 und 500 Starter, so kamen im vergangenen Jahr nur 150 Radler nach Erfurtshausen.

„Wir brauchen rund 150 bis 200 Starter, sonst lohnt sich die Arbeit nicht mehr“, betonte Manfred Linne, der Vorsitzende der Radsportler, nachdenklich. Ohne die Frauen und ohne Helfer, die eigentlich gar nicht im Verein sind, würde es gar nicht gehen, ergänzte er.

Allein zwölf Helfer waren am Samstag mit der Steckenausschilderung beschäftigt. An der Meldestelle saßen vom frühen Sonntagmorgen an vier Mitglieder, zwei weitere waren mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen beschäftigt, ab zehn Uhr kamen noch Getränke und Würstchen hinzu. Weitere Mitglieder waren auf den Stecken unterwegs.

Vor gut 22 Jahren - damals waren die Mitglieder noch als Volksradfahrer unterwegs - hatten sich die Radsportler aus Erfurtshausen dem Sportverein und dem Hessischen Radverband angeschlossen. Seitdem ist die Radtourenfahrt „Rund um die Amöneburg“ die größte Veranstaltung der Radsportabteilung. Ansonsten treffen sich die Vereinsmitglieder regelmäßig, um eine 30 Kilometer lange Trainingsfahrt zu unternehmen. Hinzu kommen ein gemeinsamer Radausflug mit Übernachtung und zahlreiche Teilnahmen an RTF- Veranstaltungen in Neustadt, Marburg oder Treysa.

von Karin Waldhüter

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