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Eine Mahnung für den Frieden

250 Jahre Friedensschluss Eine Mahnung für den Frieden

Soldaten biwakierten im Zwinger, Amöneburger spielten die Schrecken der Schlacht nach. Drei Tage lang stand der Berg im Zeichen der großen Schlacht vor 250 Jahren.

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Voller Entsetzen berichtet ein verwundeter Soldat in der szenischen Darstellung den geschockten Amöneburgern von seinen schrecklichen Erlebnissen während der Schlacht.

Amöneburg. An der Brücker Mühle wurde nach dem Gemetzel, bei dem am 21. September 1762 viele hundert Soldaten zu Tode gekommen waren, ein Waffenstillstand geschlossen. Daran erinnert der Friedensstein.

250 Jahre - so lange herrscht nun Frieden an der Brücker Mühle. Grund genug das Jubiläum in Amöneburg ausgiebig in den traditionellen Kleidern zu feiern. OP-Mitarbeiter Alfons Wieber war mit dabei...

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Zum Auftakt der Veranstaltungen gab es dort am Freitagabend zunächst einen Festakt unter dem Motto „Europäische Verständigung nach dem Siebenjährigen Krieg“. In einer anschließend unterzeichneten Urkunde bekräftigten die Vertreter der ehemaligen Kriegsparteien den Willen nach Frieden in Europa und zur Europäischen Verständigung. „Frieden ist in unserer Region zu einer Selbstver­ständlichkeit geworden“, erin­nerte Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer auch an die großen militärischen Konflikte der jüngeren Vergangenheit. „Krieg muss aus unserem Sprachschatz verschwinden“, forderte Stanislas Mrozek vom französischen Generalkonsulat auf.

In seinem Festvortrag mit dem Thema „Krieg und Frieden - Lokale Dimensionen einer Europäischen Krise“ nahm der Historiker Professor Dr. Siegfried Becker direkten Bezug auf das historische Ereignis im Ohmtal. Vor fast 200 Besuchern schlug Becker einen Bogen von den Kriegen der Vergangenheit zu den großen militärischen Konflikten der jüngeren Vergangenheit. Anschließend stellten die Amöneburger Komödianten in einer sehr gelungenen 20-minütigen szenischen Darstellung die historischen Ereignisse aus Sicht von beteiligten Soldaten und der Bevölkerung nach. Nach einem kulinarischen Themenabend unter dem Motto „Tafeln wie zu Friedrichs Zeiten“ am Samstag auf dem Amöneburger Marktplatz fand das Festwochenende mit einem Essen von deftigen Speisen auf der historischen Brücke an der Mühle, einer Romanlesung des Schweins­bergers Erich Damm und historischer Musik durch die Gruppe „QuestWind“ ihren Abschluss.

Während des Wochenendes biwakierten 30 Mitglieder der „Gesellschaft für Hessische Militär- und Zivilgeschichte“ in ihren historischen Uniformen im Zwinger der Schlossruine und versetzen die zahlreichen Besucher mit ihren militärischen Übungen auf dem Marktplatz und in den Amöneburger Gassen zurück in die Zeit des Siebenjährigen Kriegs.

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