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Ostkreis Eine "Groß"artige Show
Landkreis Ostkreis Eine "Groß"artige Show
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16:03 04.06.2012
Unter den Augen der zahlreichen Besucher des Festzeltes versenkt Markus Müller (VfL Neustadt) von der Schaukel aus einen Ball in einer Tonne.Fotos: Florian Lerchbacher
Neustadt

„Wer von uns soll Dick und wer soll Doof sein?“ Markante Sprüche, unterhaltsame Einlagen - Andreas Gnau und Michael Launer, die Sitzungspräsidenten von VfL und Kolpingfamilie, bewiesen während des Frühschoppens, dass sie nicht nur an Karneval für Stimmung sorgen können. Nur eine stahl den beiden die Show: Dr. Ursula Groß.

Sie und Rudolf Hensel, der noch in dieser Woche 87 Jahre alt wird, waren Montagmorgen die ältesten Besucher des Festzeltes. Mit einem kleinen Präsent gab sich die 86-Jährige aber nicht zufrieden: Sie wollte lieber ein Tänzchen aufs Parkett legen. Launer tat ihr den Gefallen, war aber trotz aller (und guter!) Bemühungen nur der zweitwitzigste Teil des Pärchens. Mimik, Bewegungen, einfach alles stimmte bei der Seniorin, deren Auftritt im Publikum für Begeisterungsstürme sorgte.

Die Stimmung war am Siedepunkt, und eigentlich schien es unmöglich, dass sie so gut bleiben könnte. Doch weit gefehlt: Mitglieder des VfL, der Feuerwehr und der Bürgergarde nahmen am „Dalli Dalli“ für Vereine teil und mussten von einer großen Schaukel Bälle in eine Tonne werfen. Im zweiten Spiel galt es, möglichst viele Personen in einem VW Lupo unterzubringen. Fast 20 Sportler quetschten sich in den Kleinwagen und sicherten so dem VfL den Gesamtsieg vor der Bürgerwehr und der Feuerwehr.

Apropos Gewinner: Die Neustädter hatten am Sonntag erstmals die Möglichkeit, die schönsten Festzugs-Beiträge zu wählen. Die meisten Stimmen erhielt die Bürgerwehr, die sich gestern jedoch selbst von Rang eins auf vier zurückstufte. Leer geht sie aber nicht aus: Monika Groll vom Frauenverein St. Maria, der auf Platz drei hochrutschte, kündigte an, eine Kiste Bier springen zu lassen.

Auf Platz zwei der Abstimmung landete der Frauenverein 1958. Zum beliebtesten Beitrag wählten die Neustädter die Kolpingsternchen. Nicht unter die Top drei kam die türkisch-islamische Gemeinde, deren Mitglieder sich mit bunten Gewändern und ihrem „Pascha“ zum „Meister der Herzen“ machte - das ließ sich an den Aussagen zahlreicher Festbesucher erkennen.

Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch, was auch ein Verdienst der „Original Gipfelstürmer“ war. Unterhaltungen waren zwar während ihrer Stücke kaum möglich, doch die Musiker schafften es, dass im Vergleich zu vergangenen Jahren weitaus mehr Besucher das Tanzbein schwangen. Musikalisch interessant war dabei das Lied „Amazing Grace“, das Bandleader Rudi Wagner auf dem Alphorn spielte.

von Florian Lerchbacher

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