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Ein tolles Beispiel von Gemeinschaft

Dorferneuerung Ein tolles Beispiel von Gemeinschaft

Der Abschluss der Dorferneuerung stand an und fast das halbe Dorf feierte mit: Etwa die Hälfte der 200 Himmelsberger nahmen am Rundgang durch ihre Heimat und dem folgenden Kaffeetrinken teil.

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Ortsvorsteherin Lioba Fabian präsentierte die kommunalen Projekte der Dorferneuerung Himmelsberg.Foto: Klaus Böttcher

Himmelsberg. „Nach über 750 Jahren wurde es Zeit, dass Himmelsberg in die Dorferneuerung kam“, scherzte die Ortsvorsteherin Lioba Fabian gutgelaunt vor dem Rundgang mit vielen Gästen und Bürgern des Ortes. Sie hatte wie alle Himmelsberger guten Grund zur Freude, denn was die Bürger des kleinen Ortes seit 2003 geschaffen haben, ist beachtlich. Das stellte auch der erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern heraus, der am Rundgang ebenso teilnahm wie zahlreiche Kommunalpolitiker, Vertreter der zuständigen Fachbehörde und viele Himmelsberger.

McGovern sprach von einer großartigen Leistung und stellte das hohe Engagement der Bürger mit weit über 6000 Arbeitsstunden heraus. Er nannte Himmelsberg ein gutes Beispiel für einen Ort, der von der Gemeinschaft lebt und in dem die Bürger Projekte Hand in Hand umsetzen. „Sie haben eine Atmosphäre geschaffen, die attraktiv ist“, lobte er und nannte ein paar Zahlen. So habe es für kommunale Investitionen in Höhe von 431000 Euro Zuschüsse aus der Dorferneuerung in Höhe von 318000 Euro gegeben. Im privaten Bereich seien 21 Anträge für 12 Gebäude bei einer Investitionssumme von 713000 Euro mit 190000 Euro bezuschusst worden.

Ebenso lobend äußerten sich Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner und der Leiter des Fachbereichs Ländlicher Raum des Landkreises, Dr. Helmut Otto. „Was sie geschaffen haben, hat mich sehr beeindruckt. Es ist erstaunlich, was ein Ort mit 200 Einwohnern leisten kann“, sagte Otto.

Zum Beginn des Rundgangs an der historischen Linde waren rund 30 Bürger gekommen, doch immer mehr gesellten sich dazu, so dass es kurze Zeit später rund 100 Menschen waren, die von der Ortsvorsteherin von einem Höhepunkt zum nächsten geführt wurden. Sie erklärte die kommunalen Projekte, während Martina Berckhemer vom Fachbereich ländlicher Raum, die die Dorferneuerung begleitete, die privaten Projekte zeigte. „In Himmelberg gibt es viele Menschen mit Feingefühl bei den privaten Projekten“, lobte sie.

Zu den öffentlichen Projekten gehören die Umgestaltung des Kirchenvorplatzes, dem Platz unter der Linde, die Sanierung der historischen Bildstöcke, die Gestaltung des Platzes am Nussbaum und Eichenbrunnen, die Neugestaltung des Friedhofs und der Teichanlage Flachsrosenteich, die Sanierung des Backhauses mit der Errichtung eines Vorbereitungsraumes, die Erweiterung der Schutzhütte am Wanderweg und der größte Brocken, die Erweiterung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses (gesonderter Bericht folgt).

Etwas bedauert wurde, dass der Umbau einer Hofreite zu einer Seniorenwohnstätte nicht geklappt hat, weil die Suche nach einem Betreiber erfolglos war. Von Höhen und Tiefen sprach auch Kirchner. So sei beim Teich die Folie wieder nach oben gekommen - und niemand weiß warum. Ansonsten sei unter dem Strich etwas Gutes herausgekommen, lobte er und Fabian scherzte wieder: „Das ist eine Terrasse für Frösche.“

In Himmelsberg ist zum ersten Mal während einer Dorferneuerung ein Kinderbuch entstanden. Ute Schneidewindt hat Himmelsberg erforscht und dann das Buch „Fast wie im Himmel“ geschrieben, in dem dörfliche Traditionen, Bräuche oder baukulturelle Besonderheiten kindgerecht aufgearbeitet werden.

von Klaus Böttcher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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