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Ostkreis Ein teurer Auto-Kilometer
Landkreis Ostkreis Ein teurer Auto-Kilometer
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20:30 24.01.2012
Wie es leuchtet! Ein Zecher und Autofahrer sprach in einem Stadtallendorfer Etablissement reichlich dem Alkohol zu und verlor seinen Führerschein. Das Foto entstand in Frankfurt.  Quelle: dpa

Kirchhain. Weil der Mechaniker am 17. Juli 2011 in Stadtallendorf im Zustand absoluter Fahruntüchtigkeit mit einem Promillewert von 1,87 sein Auto über einen Kilometer bewegt hatte, stand er gestern als Angeklagter vor dem Kirchhainer Amtsgericht.

Das unter Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Edgar Krug tagende Gericht verurteilte den geständigen Mann wegen fahrlässiger Trunkenheit im Straßenverkehr zu einer Geldstrafe in Höhe von 35 Tagessätzen à 29 Euro. Zugleich wies das Gericht an, dass dem Angeklagten die entzogene Fahrerlaubnis nicht vor dem Ablauf von fünf Monaten erteilt werden darf.

Dumm gelaufen – auf diese Kurzformel lässt sich die Tatnacht aus Sicht des Angeklagten beschreiben. Der 45-Jährige, der vier unterhaltspflichtige Kinder mit drei verschiedenen Frauen hat, hatte Streit mit seiner Freundin. Ablenkung suchte er in einer Stadtallendorfer Discothek, in deren Obergeschoss er sich zuvor für die Nacht einquartiert hatte. 

In dem Lokal war abends „noch nichts los“, worauf der Gast mit zwei kleinen Bier im Bauch beschloss, mit seinem Auto den einen Kilometer entfernten Stadtallendorfer Tempel käuflicher Lustbarkeit anzusteuern. In dem Freudenhaus gab sich der Angeklagte offenbar nicht den fleischlichen, sondern den dionysischen Wonnen hin. Er trank, „bis das Geld alle war“. 

von Matthias Mayer

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